Gürzenich: 111 Väter mit 179 Kindern beim Ferien-Camp am Badesee

Gürzenich : 111 Väter mit 179 Kindern beim Ferien-Camp am Badesee

Die Mama blieb am Wochenende zu Hause: Zum jährlichen Vater-Kind-Camp am Dürener Badesee fanden von Freitag bis Sonntag 111 Väter mit 179 Kindern den Weg. Das Zeltlager, mit dem das städtische Jugendamt sein Sommerferienprogramm einläutet, hatte wieder zahlreiche Sport- und Spielaktivitäten für Groß und Klein zu bieten.

Nachdem am Freitagnachmittag bei bestem Wetter die Zelte oberhalb des Badesees aufgeschlagen worden waren, gab es zum Auftakt traditionsgemäß ein Abendessen vom Grill mit Lagerfeuer und Musik.

„Wir sind mit knapp 300 Teilnehmern wieder mal ausgelastet “, erzählt Günter Grainer. Er und seine Kollegen vom Jugendamt der Stadt Düren organisieren das Vater-Kind-Camp in Zusammenarbeit mit dem Verein „Dürener Ferienspaß 1993“. Der Verein, zu dem mittlerweile 91 Mitglieder zählen, feiert in diesem Jahr 25-jähriges Jubiläum.

Der Soccerplatz, eine Hüpfburg, viele Workshops und Mitmach-Aktivitäten — jeder kam am Wochenende am Badesee auf seine Kosten. Ein Höhepunkt für viele war wohl die rund 60 Meter lange Wasserrutsche, die vom Strand in den See mündete. Die Rutsche war in Eigenregie vom stellvertretenden Vorsitzenden des „Dürener Ferienspaß“, Tom Dackweiler, gebaut worden. Zudem standen den Vätern und Kindern durchweg Tretboote und Stand-Up-Boards zu Verfügung, die vom Badesee angemietet wurden.

An Land gab es die Möglichkeit, an verschiedenen Workshops teilzunehmen wie zum Beispiel Graffiti, Jonglieren oder auch Feuertanz, bei dem sprichwörtlich „mit dem Feuer“ gespielt wurde. Die Gruppe „Firedancers“, unter deren Anleitung Letzteres stattfand, gab am Samstagabend auch eine akrobatische Feuershow am Strand zum Besten.

Handwerklich Interessierte konnten sich Schnitz-Workshops widmen, bei denen Modellbauboote gefertigt wurden. Das Schnitzen wurde nicht von den Veranstaltern, sondern von engagierten Vätern organisiert. Überhaupt waren die Väter am Wochenende sehr in das Geschehen mit eingebunden. „Wir möchten den Papas und ihren Kindern die Möglichkeit bieten, eine tolle, gemeinsame Zeit miteinander zu verbringen“, sagte Günter Grainer. „Doch das Zeltlager steht und fällt auch mit der Arbeit der Väter.“

Trotz Mama-Verbot klappte die Selbstorganisation im Laufe des Wochenendes gut. Für Haushaltsaufgaben wie zum Beispiel Spülen konnten sich die Väter in Listen eintragen. „Wirklich alle tragen etwas zum Gelingen bei. Wir haben hier ein sehr tolles Gemeinschaftsgefühl“, fuhr Grainer fort. Auch Tom Dackweiler vom Dürener Ferienspaß gefiel die Atmosphäre: „Jeder hat Spaß und ist voll dabei. Die Handys bleiben meist im Zelt.“

Während das Vater-Kind-Camp mit Spendenmittel mitfinanziert wurde, gehen die Einnahmen wiederum in die Organisation der noch kommenden Ferienlager des Jugendamtes.

(nie)