Aachen: Zum Valentinstag weist Bündnis „Fair-handel(n)“ auf Alternativkäufe hin

Aachen : Zum Valentinstag weist Bündnis „Fair-handel(n)“ auf Alternativkäufe hin

Der Valentinstag setzt Verliebte unter Kaufdruck und beschert den Blumenhändlern Spitzenumsätze. Damit nicht nur die Beschenkten, sondern auch die Produzenten vom Tag der Verliebten profitieren, wirbt das Bündnis „Fair-handel(n)“ in Aachen für „faire Geschenke“.

„82 Prozent der hier verkauften Blumen sind importiert“, betont Annemarie Schüttler von dem Bündnis, in dem sich Menschenrechts- und Verbraucherorganisationen, Fairhandelsinitiativen und kirchliche Gruppen sowie die Gewerkschaften zusammengeschlossen haben.

„Die Blumen werden in großen Gewächshäusern in Süd- und Mittelamerika sowie in Afrika angebaut. Die Pestizide werden darin gespritzt, während dort die Blumenarbeiterinnen tätig sind. Arbeits- und Gesundheitsschutz existieren nicht und die Bezahlung reicht weder zum Überleben noch für eine Schulbildung der Kinder“ erläutert Schüttler.

„Es geht aber auch anders“, betont Jürgen Groneberg von der Evangelischen Stadtakademie Aachen. Blumen mit dem Fair- trade-Siegel oder dem FLP Siegel, die die Einhaltung von sozialen und ökologischen Standards gewährleisten, seien auch in Aachen an verschiedenen Stellen erhältlich.

Die Blumenläden sind auf der Homepage des Bündnis „Fair-handel(n)“ in Aachen aufgeführt oder beim Eine Welt Forum zu erfragen (Telefon 894495 60). Zudem erscheint im März ein Fairtrade-Stadtplan, auf dem die Orte markiert sind, an denen fair angebaute und gehandelte Blumen und andere Produkte zu erwerben sind.