Eilendorf: Zuckerstücke sorgen für staunende Gesichter

Eilendorf: Zuckerstücke sorgen für staunende Gesichter

Wie wäre es mit einem Kiwi-Ananas-Smoothie? Oder vielleicht doch lieber einem frisch gepressten Kokos-Bananen-Saft? Für den 16-jährigen Michel kein Problem. Im Minutentakt schenkt er das gesunde Getränk aus. Aber was auf den ersten Blick an eine kleine Strandbar erinnert, verfolgt ein ganz anderes Ziel.

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185 Schüler der Kleebachschule haben sich unter dem Motto „Die Kleebachschule is(s)t gesund” mit dem Thema gesunde Ernährung und Bewegung befasst.

Schulleiter Helmut Heinzen erklärt, was die Schüler im Detail gelernt haben: „Wir haben viel unternommen. Wir waren beispielsweise auf einem Bauernhof, in einer Kartoffelfabrik und haben die Produktion und Verarbeitung von diversen Lebensmitteln nachverfolgt. Alles natürlich unter dem Aspekt der gesunden und zuckerfreien Ernährung.”

Doch gute Gesundheit beinhaltet auch, dass man sich viel bewegt, weshalb auch Bewegung und Tanz ausführlich behandelt wurden. Einige Schüler haben einen Aerobic-Kurs absolviert, während andere sich in der neuen Tanzsportart Zumba versucht haben. Spaß und Lernen wurden hier spielerisch miteinander verknüpft.

Und dass der gemeine Zucker in so vielen Lebensmitteln lauert, wusste auch Michel nicht: „Dass Zucker ungesund ist, wusste ich. Aber dass er in so vielen Dingen steckt, war neu. Aber was für mich kein Problem ist, ist die Bewegung. Ich bin gerne und viel draußen und fahre auch viel Fahrrad.”

Für diejenigen, die noch nicht ganz so sicher wissen, in welchen Lebensmitteln wieviel Zucker ist, für die ist die „AGIL” (Aktiver, Gesünder Is(s)t leichtet) ein Anlaufpunkt. Das Projekt des Kinderschutzbundes gibt in Schulen und Kitas viele Infos rund um dieses Thema. Die Kleebachschule ist seit einiger Zeit in dieses Projekt mit eingestiegen.

Auf einem Tisch stehen Sachen wie Cola, Limo, Schokolade oder Kuchen. Die Kinder sollen schätzen, wie viele Stücke Zucker enthalten sind. „Ich denke so vier bis fünf” - die meisten Einschätzungen der Kinder sind eher niedrig. Zu niedrig? „Viel zu niedrig”, betont Andrea Winands vom Gesundheitsamt der Städteregion. „In Nutella sind stolze 90 Stück Zucker.

Und in einer kleinen Capri-Sonne sind es 13.” Winands blickt in staunende Gesichter. Aber genau dafür ist sie da, um aufzuklären und Tipps zu geben. Und die ersten Schüler entscheiden sich nach dem „Zuckerschock” dann doch, die leckeren Smoothies zu probieren.