Aachen: Zu viel Grün: Verkehrswacht sieht Rot

Aachen: Zu viel Grün: Verkehrswacht sieht Rot

Von Verkehrswacht kann bei der Verkehrswacht nicht mehr wirklich die Rede sein — jedenfalls nicht auf dem Übungsplatz des gemeinnützigen Vereins an der Hohenstaufenallee. „Inzwischen ist das Gras dort bis auf Hüfthöhe gewachsen“, zürnt dessen Vorsitzender Michael Schulz — erwachsene Hüften, wohlgemerkt.

„Wir können dort keine Kinder mehr auf ihren Rädern fahren lassen, weil man die praktisch nicht mehr sehen würde“, sagt Schulz. Dabei habe die Initiative sich bereits im vergangenen Jahr an die Stadt gewandt mit der Bitte, die Grünpflege wieder zu übernehmen.

Doch trotz etlicher Schriftwechsel und Telefonate stünden die Signale dort noch immer auf Rot — wohl auch, weil die Ämter sich nicht einigen könnten, wer in Sachen Zuständigkeit Vorfahrt habe.

„Bürgerarbeiter“ ist längst weg

„Bis Mitte 2014 hatten wir einen eigenen sogenannten Bürgerarbeiter über ein Förderprogramm eingestellt, der sich auch um den Grünschnitt gekümmert hat“, erklärt Schulz. Dann aber sei die Förderung ausgelaufen, das Arbeitsverhältnis beendet worden.

Schon im Frühjahr 2014 habe er die Verwaltung daher gebeten, sich wieder selbst um die Pflege des städtischen Geländes zu kümmern. Und sei immer wieder vertröstet worden. „Zuletzt hieß es, eine entsprechende Vorlage werde jetzt an den Verwaltungsvorstand weitergeleitet“, stöhnt Schulz.

„Der tagt aber erst Ende Juli wieder — und keiner kann uns sagen, ob dann dort wirklich eine Entscheidung gefällt wird.“ Der Vereinsvorsitzende mag die Hoffnung nicht aufgeben, dass die leidige Angelegenheit vielleicht doch noch auf kleinerem Dienstweg innerhalb der Verwaltung geregelt werden kann.

(mh)
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