Hergenrath: Zeus feiert Geburtstag: Euro-Jugend erlebt göttliches Pfingstlager

Hergenrath: Zeus feiert Geburtstag: Euro-Jugend erlebt göttliches Pfingstlager

Es sind göttliche Tage - das wird schnell klar: Auf dem großen Campingplatz herrscht reges Treiben. Die Euro-Jugend Aachen campiert drei Tage lang im Rahmen der alljährlichen Pfingstfahrt auf der großen Wiese. Das Motto der Reise lautet „Göttertreffen”.

Griechische sowie ägyptische Götter stehen hier im Mittelpunkt. Auf der Wiese sind sieben Stationen aufgebaut, an denen sich die Kinder mit verschiedenen Sachen beschäftigen. Susanne Kotulla, Geschäftsführerin der Euro-Jugend, freut sich über die Begeisterung der Teilnehmer: „Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren sind hier zusammen. Gemeinsames kreatives Arbeiten und gegenseitiges Helfen ist hier ganz selbstverständlich. Außerdem lernen die Kinder aufeinander Rücksicht zu nehmen und die Bereitschaft, Kompromisse zu schließen.” Auch zwei Kinder mit Handicap nehmen an der Reise teil und werden prima in die Gruppe integriert.

Ein Galaabend findet zu Ehren Zeus Geburtstag statt, dabei werden die Ergebnisse schließlich präsentiert. An den Handwerks- und Künstlerstationen wurden bis dahin Vasen aus Zeitungspapier, Tischdekorationen oder Möbel hergestellt. Carla, zehn Jahre alt, erklärt ihre Aufgabe an der Nähstation. „Hier werden Kleider und Kopfbänder für die Götter genäht, weil das ja auch unser Thema ist. Bei dem Galaabend werden wir dann die fertigen Sachen bei einer Modenschau präsentieren.”

An jeder Station wird eifrig und mit viel Spaß gearbeitet. Auch eine Nachtwanderung und Lagerfeuer sind fester Bestandteil des Programms. Ein Pfingstgottesdienst mit Meditation, den die Kinder selbst gestaltet haben, leitet den Galaabend bei tollem Wetter und Sonnenschein ein.

Organisiert wurde diese Fahrt von Jens Krüger, der bei der Euro-Jugend derzeit ein freiwilliges soziales Jahr absolviert: „Für mich war es besonders wichtig, nach dem Abitur nicht nur an sich zu denken, sondern dass man auch mal etwas für andere tut. Außerdem lernt man hier, mit wie wenig man eigentlich auskommen kann. Wir sind an der frischen Luft, arbeiten zusammen und brauchen nur ein Minimum an Technik.” Ohne helfende Hände ist ein Euro-Jugend-Pfingstlager ohnehin nicht zu stemmen.

Der Nachwuchs unter den Helfern und Leitern kommt dabei oftmals aus den eigenen Reihen. Ab 16 Jahren hat man die Möglichkeit, als Nachwuchsleiter mitzufahren, wobei man anfangs den fertig ausgebildeten Leitern hilft und später jedoch selbstständig eine Gruppe leiten kann. Und mit den Göttern kommt man - zumindest in diesem Jahr - auch noch in Kontakt.

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