Zehn Jahre „breakfast4kids“ in Aachen

Damit Kinder nicht hungern : Zehn Jahre „breakfast4kids“ in Aachen

Ein Pausenbrot kann so viel bedeuten. Das weiß der Verein breakfast4kids nur zu gut. Seit nunmehr zehn Jahren engagieren er sich auch für Schulkinder im ganzen Aachener Stadtgebiet, die aus den verschiedensten Gründen ohne Frühstück in die Schule geschickt werden.

„Kein Grund zum Feiern!“, sagt der Verein zu seinem zehnjährigen Jubiläum. Die soziale Entwicklung sei nämlich keineswegs beruhigend, betonten verschiedene Gründungsmitglieder des Vereins bei einer Pressekonferenz, an der auch Oberbürgermeister und Schirmherr des Vereins Marcel Philipp teilnahm.

In den vergangenen zehn Jahren stiegen die Zahlen an Schulen, die mit dem Problem, dem breakfast4kids entgegenwirken will, zu kämpfen haben drastisch. 2008 versorgte der Verein zwölf Kinder. „Aktuell sind wir bei über 900 Pausenbrötchen“, erläuterte der erste Vorsitzende Achim Monnartz die Zahlen täglicher Auslieferungen.

Kosten von 180000 Euro

„Unsere jährlichen Kosten liegen bei rund 180000 Euro“, unterstrich der Geschäftsführer Manfred Lang die enormen Kosten, die jedes Jahr zustande kommen, um eine dauerhafte Versorgung der Kinder zu gewährleisten. Um diese Versorgung möglichst reibungsfrei bewältigen zu können, arbeite der Verein auch mit einer Großzahl an lokalen Bäckereien zusammen, erklärte Lang. Diese wertvolle Zusammenarbeit sei wesentlich für die geringen Verwaltungskosten von unter drei Prozent des Vereins. Solch geringe Kosten garantierten schlussendlich die bestmögliche Verwendung der Spenden für die Versorgung der Kinder. Auch Oberbürgermeister Philipp ist froh über die Arbeit des Vereins. „Ich möchte sehr herzlich Danke sagen“, machte er den Vorsitzenden deutlich. Philipp erklärte, die Stadt Aachen sei stets darum bemüht, sozial wertvolle Verhältnisse in Aachen herzustellen. Aufgrund dessen sei er Vereinen wie breakfast4kids, die solch großes soziales Engagement zeigten, so dankbar.

Trotz des Lobs und der Unterstützung bleibt die Vereinsarbeit jedoch Symptombekämpfung. Das Problem, dass Kinder ohne Pausenbrot in die Schule kommen müssen, besteht fort. „Der Bedarf wird immer größer“, unterstrich Monnartz die zunehmende Notwendigkeit ihrer Arbeit. Umso mehr freue man sich über finanzielle Unterstützung durch Privatpersonen und Unternehmen, betonte Monnartz und bedankte sich bei all den langjährigen Sponsoren. „Wir haben eine Arbeit geleistet, die Not gelindert hat“, unterstrich Monnartz. Das wird auch für die Zukunft gelten.www.breakfast4kids.de

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