Aachen: Workshop: Von der Wachsfigur zum Kunstobjekt

Aachen: Workshop: Von der Wachsfigur zum Kunstobjekt

Nach vielen Stunden harter und intensiver Arbeit präsentierten Kai-Lena, Felix, Leonie und Rayyan stolz ihr Kunstwerk der Öffentlichkeit. Zwei Tage lang haben sie für deren Anfertigung gebraucht. Kein Wunder, dass Mama und Papa diesen Moment mit der Kamera festhielten.

Denn wer weiß, vielleicht sind sie in ein paar Jahren ja bekannte Künstler. Das Talent dazu haben sie jedenfalls alle. Im Rahmen des Kinderförderpreises Kunst konnten sie nun in einem Wochenend-Workshop im Atelier des Bildhauers Joost Meyer ihre Kreativität erneut unter Beweis stellen und erhielten dabei hilfreiche Tipps vom Profi.

Der Kinderförderpreis findet seit 2009 im Rahmen des Aachener Modells statt. Das regionale Projekt zur individuellen Begabungsförderung ermöglicht Kindern in der Region eine spielerische Förderung im künstlerischen Bereich.

Joost Meyer lud die Gewinner bereits das vierte Mal in sein großes Atelier ein. „Mir macht die Arbeit mit den Kindern richtig viel Spaß, denn sie sind so herrlich unbedarft und spontan. Von den Ergebnissen bin ich total begeistert“, sagte der Künstler. Die elfjährige Kai-Lena hatte eine Katze aus Draht, Gips und Zeitungspapier angefertigt.

Ganz einfach war das zwar nicht, aber dennoch würde die Schülerin jederzeit wieder so eine große Skulptur herstellen, wie sie sagte: „Die beiden Tage hier im Atelier waren sehr schön. Ich habe viel gelernt und mir hat die Arbeit mit den verschiedenen Materialien Spaß gemacht.“

Angefangen haben alle Teilnehmer mit kleinen Wachsfiguren, die sie anschließend Stück für Stück als große Figur gebastelt haben. Der neunjährige Rayyan war von seinem ersten Entwurf allerdings nicht so begeistert und so ist aus dem geplanten Wolf kurzerhand ein Känguru geworden. Leonie indes wusste von Anfang an, dass sie ihr Lieblingstier, einen Löwen, gestalten wollte.

Mit ganz vielen kleinen Papierkügelchen hat sie das Maul, die Augen und den Kopf des Tieres in mühevoller Kleinarbeit angefertigt. Neben den drei Tieren fällt die Arbeit von Felix etwas aus dem Rahmen. Der Schüler mag es lieber abstrakt und hat einen großen, schwingenden Asteroiden angefertigt.

Genau diese Vielfalt schätzt Joost Meyer an dem Workshop besonders: „Ich helfe den Kindern gerne, aber was sie genau machen wollen, ist ihre eigenen Entscheidung. Das spannendste an der Sache ist ohnehin die Entwicklung von der ersten Idee bis hin zum fertigen Objekt“, so sein Resümee.