Aachen: Wieder Schleuser an der Grenze erwischt: U-Haft

Aachen: Wieder Schleuser an der Grenze erwischt: U-Haft

Erneut haben Beamte der Bundespolizei in der Nacht zum Donnerstag an der deutsch-belgischen Grenze einen professionellen Schleuser festgenommen. Da der Mann bereits zum zweiten Mal erwischt worden war, wanderte er direkt in Haft - ihm droht jetzt eine mehrjährige Gefängnisstrafe.

Gegen 2.15 Uhr hatten die Beamten auf der Autobahn 44 den aus Belgien kommenden Kleintransporter kontrolliert. Der Fahrer hatte weder ein Ausweis noch Führerschein dabei. Im Fahrzeug fanden sich weitere sieben Menschen, die ebenfalls keine Papiere bei sich hatten. Alle wurden zur Dienststelle gebracht.

Die Angaben des Fahrers zu seiner Person wurden in Belgien überprüft und stellten sich als falsch heraus. Bereits Ende Juli war er in Aachen beim Einschleusen von drei nordafrikanischen Flüchtlingen erwischt worden. Damals blieb ihm die Untersuchungshaft als Ersttäter noch erspart.

In seiner Vernehmung stellte er die Mitnahmen der sieben Flüchtlinge aus dem Norden Afrikas als Gefallen dar und leugnete, sich gewerbsmäßig als Schleuser zu betätigen. Die Aussagen der Zeugen und die sichergestellten Beweise zeichneten jedoch ein ganz anderes Bild.

Wegen des dringenden Tatverdachtes der gewerbsmäßigen Schleusertätigkeit in mehreren Fällen und wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr kam er in Untersuchungshaft. Des Weiteren muss sich der 37-jährige Kongolese wegen unerlaubter Einreise, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und falscher Namensnennung verantworten. Er muss mit einer Haftstrafe von bis zu zehn Jahren rechnen.

Die sieben Flüchtlinge aus Eritrea und dem Sudan haben Asylanträge gestellt und wurden an die zuständige Aufnahmeeinrichtung weitergeleitet.

(red/pol)
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