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Verbraucher-Tipp: Wie man in der Küche Energie sparen kann

Verbraucher-Tipp : Wie man in der Küche Energie sparen kann

Energiesparen im Alltag – nicht nur angesichts der aktuellen weltpolitischen Lage ein viel diskutiertes Thema. Wir geben im Rahmen einer Serie Tipps.

Energiesparen ist in aller Munde. „Es lohnt sich aus vielen Gründen, sparsam mit Strom und Wärme umzugehen, denn es entlastet den Geldbeutel und schont die Umwelt“, sagt Corinna Bürgerhausen, Leiterin des Privat- und Gewerbekundenvertriebs des Energieversorgers Stawag in Aachen.

Dieser Artikel bildet den Auftakt einer Reihe von Energiespartipps für den Alltag. Zum Start geht es ums Sparen in der Küche. Es wird gezeigt, wie man den Energieverbrauch optimieren kann, ohne dass der Genuss dabei zu kurz kommt.

Im Schlemmerparadies Küche will niemand gerne ans Sparen denken. Doch wo viele Elektrogeräte im Einsatz sind, lässt sich auch der Geldbeutel schonen. Ein guter Startpunkt ist dort, wo viele Lebensmittel lagern: in Kühl- und Gefrierschränken. Wer die Geräte mindestens einmal im Jahr abtaut und gründlich reinigt, trägt viel dazu bei, dass diese auch in Zukunft einwandfrei und effizient funktionieren.

„Vereisungen in Gefrierfächern und Tiefkühltruhen rauben nicht nur Platz, sondern wirken isolierend und treiben dadurch auch den Stromverbrauch in die Höhe“, erklärt Corinna Bürgerhausen. „Beim Reinigen der Dichtungen lässt sich gleichzeitig prüfen, ob diese intakt sind oder ob irgendwo kalte Luft entweicht. Außerdem sollten die Geräte mit ausreichend Abstand zur Wand stehen, damit die Luft zirkulieren kann.“

Eine solche Reinigungsaktion empfiehlt sich besonders vor längeren Abwesenheiten. Da der Kühlschrank vor dem Urlaub sowieso leer ist, kann er bis zur Rückkehr auch gleich ausgeschaltet bleiben. Im Regelbetrieb ist eine Temperatur von etwa sechs Grad vollkommen ausreichend, um Lebensmittel frisch zu halten. Speisen sollten außerdem immer vollständig abkühlen, bevor sie in den Kühlschrank wandern. Ein weiteres großes Sparpotenzial liegt im bewussteren Umgang mit der Kühlschranktür. Denn mit jedem Öffnen beim kleinen Hunger zwischendurch fällt kalte Luft heraus und warme Luft strömt hinein, die erst wieder gekühlt werden muss.

Auch beim Kochen bieten sich einige Sparpotenziale – zum Beispiel bei der Zubereitung von Nudeln. Das Wasser dazu kommt so heiß wie möglich aus dem Wasserhahn. „Ist in der Küche ein elektrisches Warmwassergerät im Einsatz, kann eine Zeitschaltuhr viel Strom sparen. Nachts darf sich das Gerät gerne eine Pause gönnen und tagsüber sollte es nur auf einer höheren Temperatur stehen, wenn diese wirklich erforderlich ist“, empfiehlt Bürgerhausen.

Das Nudelwasser wandert zuerst in den Wasserkocher. Bei kleineren Mengen ist das effizienter als auf dem Herd. Bei der Wahl des Kochtopfs gilt: bitte passend zur Größe der Herdplatte, sonst geht Energie verloren. Ein Induktionsherd bietet mehr Freiheit und verbraucht ein Drittel weniger Energie. Dann Deckel drauf und so selten wie möglich abnehmen – das spart erneut bis zu 30 Prozent Energie. Noch sparsamer geht’s im Schnellkochtopf. Bei älteren Töpfe und Pfannen lohnt sich ein regelmäßiger prüfender Blick: Sind die Böden noch gleichmäßig flach? Sind sie verzogenen, geht Energie verloren.

Die Nudeln sind in zwei Minuten gar – der ideale Momente, um den Herd auszuschalten und die Restwärme optimal zu nutzen. Gleiches gilt für den Backofen, denn die meisten Gerichte und Backwaren gelingen auch, wenn sie ohne Vorheizen von Anfang an im Ofen liegen und die Wärme voll ausnutzen. Bei kleineren Mahlzeiten ist die Mikrowelle deutlich effizienter als Herd oder Backofen.

Wer nach dem Essen keine Lust auf Abwasch hat, darf sich freuen: Die Spülmaschine erledigt diesen deutlich effizienter. Auch auf das Vorspülen lässt sich verzichten, wenn die Tür bis zum Start fest geschlossen bleibt. Die Restfeuchte in der Maschine verhindert, dass Speisereste eintrocknen. Ist die Maschine gut gefüllt, erledigt ein Sparprogramm bei 40 Grad alles Übrige.

(red)