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Nach dem Abriss des Parkhauses: Wie geht es jetzt am Büchel weiter?

Nach dem Abriss des Parkhauses : Wie geht es jetzt am Büchel weiter?

Nach den Aufräumarbeiten soll am Büchel die sogenannte „Zwischenzeit“ beginnen. Das Areal soll für Kultur und Freizeit genutzt werden, bis die Pläne für eine Neubebauung erstellt sind. Doch was steht jetzt aktuell in den kommenden Wochen an?

Der Blick ist nun gespannt auf die neu entstandene Freifläche mitten in der City gerichtet, und auf die Chancen „für die Stadt von morgen, die dort entstehen soll“, so formuliert es das städtischen Presseamt am Mittwoch. Die Planungen hierfür laufen bei Verwaltung, Politik und der für die Entwicklung des Altstadtquartiers Büchel federführenden Städtischen Entwicklungsgesellschaft (ega) längst auf Hochtouren.

Damit geht ein (zu) langer Prozess seinem (langsamen) Ende entgegen. Den Beschluss zum Abriss des Büchel-Parkhauses gab es nämlich bereits 1989. Es folgten Jahrzehnte, in denen zunächst mehrere private Entwickler Pläne für den Büchel schmiedeten. Realisiert wurde letztlich keine der Ideen.

Daher entschied sich die Aachener Politik im Jahr 2019 dazu, dass die Stadt das Parkhaus samt weiteren umliegenden Grundstücke erwerben soll. Nach dem Kauf wurden die Abrisspläne vom städtischen Gebäudemanagement und der Sega zügig vorangetrieben. Bereits im Sommer 2020 fuhren die letzten Pkw aus dem Stahlbeton-Komplex und das Parkhaus wurde offiziell geschlossen. Es folgten aufwendige Vorbereitungen, um den Abbruch im sensiblen Bereich der historischen Altstadt sicher durchführen zu können.

„Dies ist uns – Stand heute – gelungen“, zieht Sega-Geschäftsführer Christoph Vogt Bilanz. Aber: Baustellen bringen häufig Überraschungen mit sich, mit denen die Experten dann umgehen müssen – und die gegebenenfalls zu Umplanungen führen. „Dies ist auch uns in den vergangenen Monaten nicht erspart geblieben“, berichtet Vogt.

Statische Probleme an den denkmalgeschützten Bestandsgebäuden, die vom Parkhaus geradezu umklammert wurden, mussten gelöst werden. Der Abrissablauf musste angepasst werden, zwischenzeitlich defekte Maschinen sorgten für Verzögerungen. „All das haben wir uns selbstverständlich nicht gewünscht. Wir sind aber sehr froh, wie viel Verständnis vor allem die unmittelbar betroffenen Anwohner und Geschäftsleute im direkten Büchel-Umfeld ebenso wie die gesamte Stadtgesellschaft immer wieder gezeigt haben“, so Vogt.

Nach dem Abriss stehen nun aber zunächst noch einige weitere herausfordernde Wochen an. Denn der Parkhaus-Schutt muss abtransportiert werden. Daher wird es in nächster Zeit einen erhöhten Lkw-Verkehr im Büchel-Quartier geben. Der Weg der Transporter führt über die Kreuzung Holz- und Dahmengraben mit dem Büchel in Richtung Peterstraße. An der Einmündung zur Peterstraße ist eine temporäre Signalanlage errichtet, die der Verkehrssicherheit – vor allem der Fußgänger*innen – dient.

Anschließend wird auf dem einstigen Parkhaus-Grundstück eine funktionsfähige Entwässerung der Fläche hergestellt und die Baugrube verfüllt, bevor dann ab Frühjahr die neu gewonnenen Freiflächen für die Nutzung in der „Zwischenzeit Büchel“ hergerichtet werden. Ein großes Auftaktfest mit vielen Bürgerinnen und Bürgern soll am 14. Mai einläuten.  

Weitere Infos im Internet unter  www.buechel-aachen.de.

(red)