Aachen: Wichtiger Beitrag zu langer Begleitung

Aachen: Wichtiger Beitrag zu langer Begleitung

„Sie tragen dazu bei, dass wir Menschen auf ihren Wegen begleiten können - ein Leben lang.” Mit diesen Worten dankte Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff mit Generalvikar Manfred von Holtum den katholischen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Marienhospitals für ihre jahrelange finanzielle Unterstützung der Kirche und überdies für ihre aufopfernde Arbeit im Krankenhaus.

„Es ist ein wichtiger Dienst, den sie an kranken Menschen leisten”, betonte der Bischof weiter. Auch gratulierte er bei dieser Gelegenheit Rolf-Leonhard Haugrund zum 15-jährigen „Jubiläum” als Geschäftsführer des Marienhospitals. Der Besuch im Marienhospital ist der Auftakt zu einer groß angelegten Danksagungs- und Informationsaktion des Bistums Aachen.

„Es ist unser Anliegen, den Katholiken und Katholikinnen unseren Dank auszusprechen dafür, dass sie uns teils ein Leben lang mit der Kirchensteuer unterstützen und uns helfen, all die guten Dinge zu tun, die wir tun”, erklärte Mussinghoff. Das sei nämlich keinesfalls selbstverständlich.

Nicht nur für Verwaltung

Viele Steuerzahler wissen nicht, was aus dem Etat der Kirchensteuern finanziert wird. Wenn auch ein Teil für die Verwaltung der Gemeinden genutzt werden muss, so kommt doch ein Großteil direkt bei den Menschen an. Im Falle des Marienhospitals ließe sich da etwa der Pfarrer des Hauses nennen, der über diese Mittel und nicht über die Personalkosten finanziert wird. Nur so kann sich der Angehörigenbetreuung oder auch der Sterbebegleitung gewidmet werden. Hier ist der Glauben für viele eine große Hilfe. Viele gemeinnützige Projekte, die die Kirche etwa an Krankenhäusern, Schulen oder Kindergärten fördert, gibt es nur auf Grund der finanziellen Unterstützung der Gläubigen.

Da dieser Beitrag von allen Katholiken erbracht wird, ist auch ein Rundschreiben an alle Haushalte Bestandteil der großen Aktion, in welchem der Bischof jedem einzelnen persönlich für die Unterstützung danken wird. Diese Aktion kostet - allein schon wegen der Portogebühren - mehr als 300.000 Euro.

Die Kampagne des Aachener Bistums gilt in Deutschland als beispiellos. Ob andere Bistümer nun nach dem Aachener Vorbild ähnliche Kampagnen starten, sei nicht bekannt, hieß es aus dem Generalvikariat am Aachener Klosterplatz. Auch im Internet und per Telefon-Hotline will man bald weitere Infos verbreiten.