Verwaltung und Bezirkspolitik: Wettbüros im Zentrum von Brand unerwünscht

Verwaltung und Bezirkspolitik : Wettbüros im Zentrum von Brand unerwünscht

Denkt man bei der Aufstellung von Bebauungsplänen an mehr oder weniger umfängliche Bauvorhaben, so geht es im Fall Bebauungsplan 983 Trierer Straße/Eller­straße darum, in einem fest umrissenen Bereich unerwünschte Veränderungen zu verhindern.

Und genau das hat die Bezirksvertretung Brand nun dem Rat der Stadt einstimmig empfohlen. In der Vergangenheit hat es nämlich bereits häufiger Anfragen an die Verwaltung zur Eröffnung von Wettbüros im Bereich der Trierer Straße gegeben.

Als dann im vergangenen Jahr Verwaltung und Bezirkspolitik mit der ungenehmigten Umnutzung eines Modeateliers an der Trierer Straße in ein Wettbüro konfrontiert wurden, war dies der Anlass für die Bezirksvertreter dem Planungsausschuss des Stadtrates die Aufstellung eines Bebauungsplans zu empfehlen, um dergleichen unerwünschte Nutzungen auszuschließen.

In einer umfangreichen Begründung hebt die Verwaltungsvorlage den Bereich des Bebauungsplans auf der Trierer Straße zwischen Karl-Kuck-Straße und (oberer) Ringstraße und auf der Freunder Landstraße bis zur Kolpingstraße als gemischte Baufläche hervor. Während in den Erdgeschossen insbesondere aber Einzelhandel und Gastronomie vorherrschen, werden die Obergeschosse überwiegend für Wohnzwecke genutzt. Hinter dem Bebauungsplan steht das Bestreben diesen Mix zu erhalten und zu stärken.

Spielhallen und Wettbüros hätten da eine städtebauliche und soziale Abwertung des Plangebiets zur Folge und sind daher auszuschließen. Nach dem Baugesetzbuch werden nämlich in einem Stadtteilzentrum mit einer lebendigen Mischung aus Einzelhandel, Dienstleistung und Gastronomie nicht nur Wettbüros oder Spielhallen sondern auch Betriebe aus dem Rotlichtmilieu grundsätzlich ausgeschlossen.

Wohl im Planungsausschuss

Von Ende April bis Ende Mai lag der Bebauungsplans öffentlich aus. Eingaben gab es keine, sodass wohl auch der Planungsausschuss dem Stadtrat empfehlen wird, den vorliegenden Bebauungsplan als Satzung zu beschließen.

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