Aachen: Wenn sportliche Vielfalt sicht- und greifbar wird: Sportshow im HSZ

Aachen: Wenn sportliche Vielfalt sicht- und greifbar wird: Sportshow im HSZ

Ob Pole Dance, Türkische Folklore oder Contemporary Dance: Wer sich unter diesen Sportarten bislang nur wenig vorstellen konnte, der hatte bei der Hochschulsportshow des Hochschulsportzentrums (HSZ) der RWTH die Möglichkeit, sich selbst ein Bild von den neuen Sportarten zu machen, die das HSZ seit diesem Jahr im Repertoire hat.

Die Hochschulsportshow ist seit 1990 ein Highlight des Hochschulsportes und erfreut sich seither immer größerer Beliebtheit. „In diesem Jahr war die Hochschulsportshow schon eine Woche vorher ausverkauft“, so Eventkoordinatorin Nina Zirke. Insgesamt 620 Schaulustige waren gekommen, um sich anzusehen worauf ihre Kommilitonen sich monatelang vorbereitet hatten.

Cheerleading (Cheerleader der Medical Strikers unter dem Motto „Circus Medicus“) Foto: Andreas Steindl

Dass sich das Warten gelohnt hat, zeigte sich gleich zu Beginn. Als die Tänzerinnen und Tänzer der Gruppe „Onkel Toms Prinzen“ zu den elektronischen Klängen der Tetris-Melodie die Bühne betraten, hatten sie das Publikum bereits für sich eingenommen und rockten anschließend mit ihrer akrobatisch und choreographisch anspruchsvollen Performance den Saal.

Jazztanz. Foto: Andreas Steindl

Nicht weniger anspruchsvoll waren auch die anderen Präsentationen des Abends, die die breite Vielfalt des Hochschulsportes verdeutlichen sollte. Die sportliche Bandbreite reichte dabei vom Tanzsport wie Ballett über Hip-Hop und Orientalischem Tanz über Kampf- oder Verteidigungssportarten wie Ju-Jutsu und Karate. Auch das Rhönrad sowie eine Cyr Performance waren Höhepunkte der Show. Dabei sprühte jede einzelne Präsentation vor Kreativität. „Wir bemühen uns darum, in jedem Jahr etwas Neues zu bieten und es ist immer wieder beeindruckend mit welcher Perfektion die Studenten ihr Können präsentieren“, so Zirke.

Rhönrad, Cyr und Pole Dance. Foto: Andreas Steindl

Auch die sportlichen Leistungen des vergangenen Jahres sollten an diesem Abend besonders gewürdigt werden. Unter den jazzigen Klängen der Bigband der FH Aachen wurden rund 50 Sportlerinnen und Sportler ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielten die beiden Studenten Sven Alex und Marcus Funken den „Spitzensportpreis des Aachener Hochschulsports powered by Stawag“ für ihre Erfolge bei der Universiade in Kazan. Tobias Claus wurde für sein Engagement als Obmann im Tennis mit dem „Ehrenamtspreis der Sparkasse Aachen“ ausgezeichnet. Nicht zuletzt durfte sich auch der Leiter des Hochschulsportzentrums, Nico Sperle, über eine Auszeichnung freuen, die TH-Rektor Professor Dr. Ernst Schmachtenberg ihm persönlich verlieh. „Bei einer Veranstaltung wie dieser sieht man das pulsierende Leben. Ich finde es großartig, dass die Studenten im Hochschulsport eine Möglichkeit finden, sich abseits des häufig kräftezehrenden Studiums auszutoben“, so Schmachtenberg. Auch Professor Dr. Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen, freute sich über die enge Zusammenarbeit mit der RWTH in Sachen Hochschulsport: „Mich beeindruckt es sehr, welche Höchstleistungen die Studierenden neben ihrem Studium noch erbringen. Das ist toll, denn sie sind die Stützen unserer Gesellschaft“. Baumann selbst begleitete in bewährter Manier die Bigband der FH auf dem Klavier. Zum Abschluss der Hochschulsportshow hatten die Studierenden sowie die Gäste ihre Erfolge gebührend im Apollo in der Pontstraße zu feiern.