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Hygienemaßnahmen wirken: Weniger Infektionskrankheiten in der Städteregion

Hygienemaßnahmen wirken : Weniger Infektionskrankheiten in der Städteregion

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie gibt es in der Städteregion einen deutlichen Rückgang von allen anderen Infektionskrankheiten. Das hat eine Untersuchung der Krankenkasse DAK ergeben, die sich auf Zahlen des Robert-Koch-Instituts stützt.

Im Corona-Jahr 2020 ist demnach in der Städteregion Aachen durch die Hygienemaßnahmen ein deutlicher Rückgang bei vielen Infektionskrankheiten festzustellen. „In der Summe waren, ohne Berücksichtigung vom Corona-Virus, 43,8 Prozent weniger Nachweise gemeldet worden“, erklärt Michael Engels, Leiter des Aachener DAK-Gesundheitszentrums, in einer Pressemitteilung.

Laut einer Analyse der Krankenkasse von Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) gingen Norovirus-Infektionen um 80,9 Prozent zurück. „Diese sich gerade in Gemeinschaftseinrichtungen rasch verbreitende Erkrankung wurde im vergangenen Jahr somit deutlich weniger gemeldet“, so Engels.

Aber auch sogenannte Kinderkrankheiten kamen weniger oft vor: „Windpocken gingen um 38,2 Prozent zurück, Erkrankungen durch Rota-Viren sogar um 75 Prozent.“ Die Gründe für den Rückgang sieht die Krankenkasse vor allem bei den Corona-Maßnahmen der Regierung, die auch einen Einfluss auf die Übertragung von anderen Krankheiten gehabt haben.

Der positive Effekt bei den Ansteckungen zeige, dass die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie prinzipiell wirken. „Die Übertragung vieler anderer gefährlicher Krankheiten wurde so verhindert“, sagt Michael Engels. Die Maßnahmen wie etwa Schul- und Kitaschließungen, Homeoffice, Abstandsregeln, Kontaktbeschränkungen und Handhygiene haben beispielweise die Übertragung von Atemwegs- und Magen-Darm-Erkrankungen verhindert und damit insgesamt einen positiven Einfluss.

Die Statistik weise dementsprechend auch bei der typischen Reiseerkrankung Denguefieber einen rückläufigen Trend aus. So gingen hier die Fallzahlen von 6 auf 2 zurück. Im gesamten Bundesgebiet wurden 29,7 Prozent weniger meldepflichtige Erkrankungen registriert.

(red)