Aachen: Weiterer Schritt zur E-Mobilität: Velocity eröffnet 21. Station

Aachen: Weiterer Schritt zur E-Mobilität: Velocity eröffnet 21. Station

Sie sind umweltschonend, schnell und entlasten den Aachener Nahverkehr: E-Bikes erleben einen absoluten Aufschwung. Im Suermondtviertel wurde daher jüngst bereits die 21. Velocity-Station innerhalb des Stadtgebiets eröffnet. Vom Pendler bis hin zum Studenten ist es dort jedem, der sich durch Aachen bewegt, möglich, ein Pedelec zu leihen.

Die Stadt machte damit einen weiteren Schritt hin zum Ziel, irgendwann 100 Stationen und 1000 dazugehörige Elektrofahrräder im Stadtgebiet anbieten zu können. „Entstanden ist das Projekt damals in Aachen an der RWTH. Wir als Stadt wollten uns dem Thema der umweltfreundlichen Mobilität widmen und können durch die vielen neuen Velocity-Stationen mittlerweile sichtbare Erfolge erzielen“, blickte Uwe Müller, Leiter der Abteilung Verkehrsanlagen der Stadt Aachen, auf die bisherige Entwicklung zurück.

Das Unternehmen Velocity wurde 2015 von Stadt und Städteregion damit beauftragt, Aachen mit Ladestationen und E-Bikes zu versorgen und kümmert sich seitdem je nach Standort auch eigenständig um weitere Förderer. Für die neuste Station im Suermondtviertel an der Wespienstraße konnte man beispielsweise das anliegende Grenzlandtheater gewinnen, das auch als Namensgeber für die „Station Grenzlandtheater“ fungiert. Intendant Uwe Brandt sah dieses Angebot als Möglichkeit für sein Theater zu werben und merkte augenzwinkernd an: „Den Namen ‚Station Parkhaus‘ hätte ich auch weniger interessant gefunden.“

Außerdem wurden Velocity-Projektmanager Florian Zintzen und sein Team dieses Mal von der Städteregion sowie durch Fördermittel des Projekts „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ finanziell unterstützt. Als Vertreterin dieses Projekts des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung zeichnete Melanie Schade das Bild von Städten im Wandel: „Wenn Städte sich verändern, dann ändern sich heute die Ansprüche an Mobilität mit. Dort Antworten auf die Fragen der Bewohner zu finden ist unser Ziel.“ Frederic Wentz von der Städteregion stimmte ihr zu und fügte an, dass ebenso „die Luftreinhaltung und die Einhaltung der Stickstoffdioxid-Grenzwerte“ mit der Förderung der E-Bikes verbunden sei.

Verbundenheit mit Unternehmen

Erreicht werden mit dem modernen Mobilitätsangebot aktuell vor allem Pendler, Studenten und Mitarbeiter der Institute auf dem Campus-Boulevard. Der Grund dafür ist ein wenig das Angebot selbst, das ein Velocity-Jahres-Abonnement vorsieht, in dem die ersten 30 Minuten einer jeden Pedelec-Fahrt gratis sind. „Unsere Kunden sollen eine gewisse Verbundenheit mit dem Unternehmen spüren. Negativ-Beispiele wie in München zeigen, dass es sonst nicht funktioniert“, erklärte Zintzen die Hintergründe.

In der bayrischen Landeshauptstadt ist das Konzept nämlich längst nicht so erfolgreich, sogenannte Freefloating-Räder werden überall liegengelassen und regelmäßig Vandalismus damit betrieben.

In Aachen sieht das anders aus, so dass Zintzen optimistisch festhielt: „Die Zukunft der Mobilität sind, solange man es richtig macht, definitiv auch E-Bikes.“

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