Aachen: Weihnachtsmarkt muss Abstriche hinnehmen

Aachen: Weihnachtsmarkt muss Abstriche hinnehmen

Der schönste Weihnachtsmarkt aller Zeiten wird es wohl nicht werden. Dafür aber der sicherste, verspricht Wilhelm Schillings, der Vorstandsvorsitzende des Märkte und Aktionskreis City (MAC).

Überdimensionale Banner und Schilder, die auf Fluchtwege hinweisen, und eine große Schneise quer über den Katschhof, die als Feuerwehrzufahrt benötigt wird, sind den Veranstaltern eigentlich ein Dorn im Auge. „Wir werden bestimmt kein Lob für die Ästhetik bekommen”, so Schilling. Aber an Vorgaben müsse man sich eben beugen.

Freitagvormittag, um 11 Uhr öffnen die Buden auf dem Markt, Katschhof, Münsterplatz, am Kugelbrunnen und im Holzgraben zum ersten Mal ihre Klappen. Auf der Bühne am Münsterplatz eröffnet Oberbürgermeister Marcel Philipp um 18.30 Uhr den 39. Weihnachtsmarkt, musikalisch begleitet vom Bohème-Orchester aus Schwerte.

Gleichzeitig findet in der Innenstadt zum dritten Mal die „Aachener Sternennacht” statt, mit weihnachtlichen Chören und geöffneten Geschäften bis 22 Uhr.

Nicht nur strengere Sicherheitsvorschriften, sondern auch die Bauarbeiten am Verwaltungsgebäude am Katschhof und an der Rathaustreppe hätten einige Umplanungen nötig gemacht, so Schilling. „Es war schon ein Problem, rund um die Baustellen herum einen attraktiven Weihnachtsmarkt aufzubauen.”

Weil in diesem Jahr mehr Buden auf dem Münsterplatz stehen, sind trotz des eingeschränkten Platzes auf dem Katschhof nur fünf Aussteller weniger als im Vorjahr.

Davon abgesehen sei der Weihnachtsmarkt aber wie immer. Das heißt, es gibt ein gemischtes Angebot aus Kunsthandwerk, Geschenkartikeln, Süßwaren und Imbissständen. Ein Großteil der Aussteller komme aus Aachen und dem unmittelbaren Umkreis, betont MAC-Geschäftsführer Manfred Piana. Neu im Angebot seien Kosmetikartikel und Wohnaccessoires. Natürlich darf auch das Rahmenprogramm nicht fehlen: Die Bühne auf dem Münsterplatz ist noch mehr in das Zentrum gerückt und steht nun direkt an der Mariensäule. Jeden Abend gibt es dort musikalische Unterhaltung und ein Kinderprogramm, organisiert von der Euro Jugend.

Auch dem befürchtetem Engpass auf dem Bendplatz sehen Piana und Schillings gelassen entgegen. Erst kurz vor Weihnachten gebe es wegen des Zirkuszeltes deutlich weniger Platz für die parkenden Busse und dann hätten die Besucherströme erfahrungsgemäß schon nachgelassen.

Bis einschließlich 23. Dezember ist der Weihnachtsmarkt täglich von 11 bis 21 Uhr geöffnet. Eine Ausnahme ist der Totensonntag, am 20. November, an dem der Markt nur von 18 Uhr bis 21 Uhr geöffnet ist.