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Bauarbeiten in der Soers: Wasserverband verbessert Kläranlage für Millionenbetrag

Bauarbeiten in der Soers : Wasserverband verbessert Kläranlage für Millionenbetrag

Der Wasserverband Eifel-Rur ertüchtigt bis zum Sommer 2022 die vier Nachklärbecken der Kläranlage Aachen-Soers. In den Becken wird der so genannte Belebtschlamm vom gereinigten Abwasser getrennt.

Der Belebtschlamm, also die Bakterienmasse, die eine biologische Reinigung des Abwassers erst ermöglicht, muss in die eigentliche biologische Reinigungsstufe zurückgepumpt werden, in der die Bakterien unter Zugabe von Sauerstoff die Schmutzstoffe abbauen. Das gereinigte Abwasser wird anschließend in die Ozonungsanlage gehoben, in der die Mikroschadstoffe (zum Beispiel Arzneimittel) entfernt werden.

Durch die Ertüchtigung der Becken wird die Abtrennung des Belebtschlamms optimiert, erklärt der Wasserverband. Dies hat positive Auswirkungen auf die Ozonung, weil das Ozon dann gezielter zum Abbau der Spurenstoffe genutzt werden kann.

In den Nachklärbecken wird zunächst der veraltete Saugräumer zum Abzug der Bakterienmasse durch einen effektiveren Schildräumer ersetzt. Dieser befördert die Schlammmasse in einen neu zu errichtenden Schlammtrichter, der in der Mitte des Beckens eingelassen wird. Der Trichter besteht aus Edelstahl. Dazu müssen die Räumer und der so genannte Königstuhl, auf den die Räumvorrichtung aufgesetzt ist, abgerissen werden. Er bestand bisher aus Stahlbeton, der neue wird ebenfalls aus Edelstahl gefertigt sein.

Der Umbau der Nachklärbecken erfolgt sukzessive, da die Kläranlage währenddessen weiterarbeiten muss, so Marcus Seiler, Sprecher des Wasserverbands. Das erste Becken wurde bereits von Mitte Mai bis Mitte Dezember 2020 ertüchtigt, die anderen Becken folgen in einem Zeitraum bis Ende Juli 2022. Die Kosten der reinen Optimierung der Nachklärbecken liegen bei 6,4 Mio. Euro.

Die Optimierung der Nachklärung und der nachgeschalteten Ozonung sind Bestandteil der Bemühungen des Verbands zur weiteren Verbesserung der Gewässergüte in der Wurm, wozu auch die aktuell beginnende Errichtung des großen Retentionsbodenfilters im Bereich der Zufahrt zur Kläranlage gehört.

(red)