Aachen: Warnstreik: Nichts ging mehr im Aachener Spielkasino

Aachen: Warnstreik: Nichts ging mehr im Aachener Spielkasino

„Nichts geht mehr“, hieß es am Samstagabend im Aachener Spielkasino — aber diesmal hatte der Satz nicht die an Roulettetischen übliche Bedeutung. Denn das Spiel ruhte in der Spielbank im Aachener Tivoli für satte drei Stunden — laut der Gewerkschaft Verdi von 18 bis 21 Uhr.

Der Grund: Die weitaus meisten Beschäftigten des Spielkasinos waren einem Aufruf zum Warnstreik gefolgt, hatten ihre Arbeit niedergelegt und schwenkten stattdessen draußen vor dem Stadion in ihrer eleganten Arbeitsgarderobe — mit Schlips und Kragen beziehungsweise Smoking und Fliege — rot-weiße Gewerkschaftsfahnen.

Der Aachener Verdi-Bezirksgeschäftsführer Viktor Petje sprach von einer fast hundertprozentigen Beteiligung der Beschäftigten. Verdi begründet den Streik damit, dass es im Tarifstreit von Arbeitgeberseite nach mehreren Verhandlungsrunden immer noch kein neues Angebot gebe. Laut Verdi hatten die Gäste für die Aktion „größtenteils großes Verständnis“.