Aachen: „Wallys wilde Villa“: Die Komödie der Bühne 78 begeistert

Aachen: „Wallys wilde Villa“: Die Komödie der Bühne 78 begeistert

Der Applaus wollte nicht enden: Standing Ovations, Bravo-Rufe. Verdient! Hatte sich doch das Ensemble der Bühne 78 mit seiner Premierenaufführung der Komödie: „Wallys wilde Villa“ einmal mehr übertroffen. Und das mit einem Ensemble, das sich in dieser Zusammensetzung aufgrund vieler Nachwuchstalente aus der Jugendbühne großartig erweitert hatte.

Als Beispiel dafür sei hier Markus Frings in der Rolle des „Enkels“ genannt, der seit Kindertagen mit auf der Bühne steht. „Wir sind froh, dass wir durch die Aufführungen unserer Weihnachtsmärchen keine Nachwuchssorgen haben“, betonte Christina Grobelny. Sie ist neben Gaby Demiris, Elfriede Schneiders und Irmtraud Moeres eines der vier Gründungsmitglieder der Bühne 78, die im kommenden Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiern kann.

Worum geht es in der Komödie von Heiner Schnitzler, ohne hier zu viel zu verraten? Wally von Güldenstein (Evi Schleuter) ist eine lebensfrohe Seniorin, die ihre repräsentative Villa zu ihrem Bedauern allein bewohnt, wenn man von ihrem Butler Gottfried Strotz (Sascha Salmen) und einem äußerst sympathischen und charmanten „Hausgeist“ (ihre verstorbene Schwester von Güldenstein alias Sabine Grendel) absieht. Einziger regelmäßiger Besucher in der Villa ist Patrick von Güldenstein ( Enkel der Seniorin), deren Konto Stückchen für Stückchen immer leerer wird. Und nicht nur das, ebenso auch ihr Portemonnaie, bevorzugt der Enkel doch nächtliche Besuche.

Schließlich findet Wally von Güldenstein eine Lösung: Sie vermietet die drei leer stehenden Zimmer ihrer Villa. Die Turbulenzen lassen sich erahnen. Da gibt es das Ehepaar Dorothee Michelberger (Lehrerin a.D.) mit ihrem Gatten „Herby“ (Dirk Kaußen, Vorsitzender der Spielschar) sowie die beiden liebeshungrigen und extravaganten Damen „Sunny Sommer aus Irland“ (Christina Grobelny) und die „Reiseleiterin a.D. Resi Sandner“ (Gaby Demiris).

Schließlich stößt noch „Ferrari Tony“ aus der Mafiosi-Szene (Thorsten Finken als talentierter Debütant) hinzu. Sprengstoff genug für explosive Situationen, die für Spannung sorgen und viel Spaß versprechen. Gelohnt haben sich die vier Monate, in denen zweimal wöchentlich geprobt wurde. Und das vorwiegend in Eigenregie — unterstützt durch Soffleuse Irmtraud Moeres. Der Besuch des Stücks lohnt sich!

Weitere Aufführungen gibt es am 16., 17. und 18. Juni in der Klangbrücke Aachen des Alten Kurhauses. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf bei den bekannten Eilendorfer Vorverkaufsstellen: Schreibwaren Hecker, Druckerei Hahnengress sowie beim Kundenservice Medienhaus Aachen, Friedrich-Wilhelm Platz 2, und unter www.buehne78.de.