Heimliche Spritztour: Waghalsige Verfolgungsfahrt endet am Laternenmast

Heimliche Spritztour : Waghalsige Verfolgungsfahrt endet am Laternenmast

Die heimliche Fahrt eines 16-Jährigen und seiner 15-jährigen Freundin ist am Donnerstagabend an einem Laternenmast auf der Lütticher Straße geendet. Zuvor hatte sich der junge Mann eine waghalsige Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert.

Gegen 22 Uhr wurde der Leitstelle ein verdächtiges Fahrzeug in der Forckenbeckstraße gemeldet, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Der Anrufer habe mitgeteilt, dass ein Auto viel zu schnell und mit quietschenden Reifen durch ein Parkhaus fahren würde. Eine Streife konnte den Wagen wenig später auf der Vaalser Straße ausfindig machen.

Als die Beamten das „Stop“-Signal einschalteten, gab der Fahrer Gas und fuhr in Richtung Innenstadt. An der Kreuzung zum Kronenberg überfuhr der Flüchtende eine rote Ampel und bog auf den Amsterdamer Ring ab. Beim Rechtsabbiegen auf die Lütticher Straße touchierte das Fahrzeug eine Mittelinsel, wodurch der linke Vorderreifen platzte.

Aufgrund der Beschädigung geriet das Auto auf der Lütticher Straße in den Gegenverkehr. Eine entgegenkommende 60-jährige Fahrerin aus Kelmis konnte noch ausweichen, einen Unfall aber nicht völlig verhindern. An der Kreuzung zum Brüsseler Ring verlor der 16-Jährige beim Linksabbiegen endgültig die Kontrolle über den Wagen und prallte frontal gegen einen Laternenmast. Beide Insassen blieben dabei aber unverletzt.

In seiner späteren Vernehmung gab er an, dass er sich den Wagen ohne Wissen der Eltern genommen habe, um eine Spritztour zu machen. Ein auf der Wache durchgeführter Drogenvortest zeigte ein positives Ergebnis bei Marihuana.

Bei der 15-Jährigen wurden Utensilien zur Herstellung von Joints und eine geringe Menge an Drogen gefunden. Da der 16-Jährige zudem keinen Führerschein hat, wurden gleich mehrere Strafverfahren gegen ihn eingeleitet: Unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, unerlaubtem Entfernens vom Unfallort und Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Seine Begleiterin muss sich wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln verantworten.

Der stark beschädigte Unfallwagen musste abgeschleppt werden.

(red/pol)