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Unter neuer Leitung: Vorfreude auf neues Programm des Dreiländer-Kammerorchesters

Unter neuer Leitung : Vorfreude auf neues Programm des Dreiländer-Kammerorchesters

Mit einem neuen Leiter präsentiert sich das Dreiländer-Kammerorchester bei einem Konzert im Ballsaal des Alten Kurhauses in Aachen.

Nach längerer Pause, zum größten Teil der Corona-Pandemie geschuldet, präsentiert sich das Dreiländer-Kammerorchester am Sonntag, 4.September, um 18 Uhr im Ballsaal im Alten Kurhaus an der Komphausbadstraße mit neuem Leiter und neuem Programm.

Der langjährige Dirigent und Gründer des Orchesters, Marius Suciu, übergibt nach mehr als 30 Jahren den Taktstock an Hans-Josef Loevenich. „Es ist für mich eine Ehre, diese großartige Arbeit von Marius Suciu fortzusetzen“, so Loevenich. „Mit herausragenden Leistungen hat er die Kulturlandschaft in Aachen, aber auch im angrenzenden Ausland geprägt.“ Mit seinem reinen Streichorchester, mit der engagierten Zusammenarbeit mit diesen Berufsmusikern habe sich Suciu gerade im Benelux-Raum für europäische Kulturarbeit eingesetzt. „Er hinterlässt große Fußspuren“

Suciu selbst hat Loevenich immer wieder in der Vergangenheit bei gemeinsamen Konzerten auf seine Nachfolge angesprochen. „Jetzt bin ich in Rente und habe die nötige Zeit, diese große Aufgabe zu übernehmen.“

Loevenich ist Gründer und langjähriger Dirigent des Dürener Kammerorchesters, mit dem er neben reinen Orchesterkonzerten auch immer wieder als Regionalkantor an St.Anna in Düren in Zusammenarbeit mit seinen Chören großen Oratorien aufgeführt hat.

In Erinnerung sind z. B. die Aufführungen des 2. Klavierkonzertes von Serge Rachmaninoff mit der jungen Pianistin Fatjona Maliqui, der großen Orgelsinfonie von Camille Saint-Saens mit dem Pariser Orgelvirtuosen Daniel Roth oder das große Chor-und Orchesterkonzert in der Kölner Philharmonie mit Kurt Moll als Solisten.

Unbekanntes entdecken: Mit diesem Titel lässt Hans-Josef Loevenich schon ein wenig seine eigene Handschrift erkennen. Dabei scheut er sich auch nicht, zeitgenössische Werke ins Programm aufzunehmen.

Äußerer Anlass ist zudem der 90. Geburtstag des Aachener Komponisten Gottfried Stein. Beide kennen sich seit über 40 Jahren aus gemeinsamen Dürener Zeiten. Das Quodlibet für Streichorchester, das auch im Ballsaal zu hören sein wird, hat Loevenich vor über 30 Jahren mit seinem Dürener Kammerorchester uraufgeführt.

Besonders reizvoll wird für das Publikum die Gegenüberstellung mit den beiden anderen zeitgenössischen Werken sein, dem Concertino für Harfe, Fagott und Streicher von Matthias Hutter und der Suite Lyrique für Harfe und Streicher des nicht nur in England populären John Rutter sein. Die Serenade in C-Dur des Brahms-Zeitgenossen Robert Fuchs bildet den Abschluss eines spannenden Programms, das hoffentlich neugierig auf das Dreiländer-Kammerorchester macht. Die Solisten sind Helene Schütz (Harfe) und Karoline Munsche (Fagott).

Eintrittskarten zum Preis von 10 Euro (ermäßigt 5 Euro) sind an der Abendkasse erhältlich.

(red)