Aachen: Vorfahrt für die Elektromobilität

Aachen : Vorfahrt für die Elektromobilität

Das richtige Thema zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Laut Dietrich Brandt von den „Frankenbu(e)rgern hätte es nicht besser kommen können. Genügend Gesprächsstoff und lebhafte Diskussionen erwartet er daher bei dem anstehenden Vortrag seines Vereins auf der Burg Frankenberg: „E-Mobilität. Erfahrungen in der Region — Kooperation mit den Niederlanden“ am Donnerstag, 22. März, 18 Uhr, in der Burg Frankenberg, Goffartstraße 45.

Gerade mit Blick auf die EU-Grenzwertüberschreitungen bei Stickstoffdioxid und den damit zusammenhängenden drohenden Fahrverboten für Dieselfahrzeuge nimmt das Thema „Elektromobilität“ weiter Fahrt auf.

In Kooperation mit dem Aachener Unternehmen „Neufahrt“ laden die Frankenbu(e)rger bei freiem Eintritt alle Interessierten dazu ein, sich mit diesem hochaktuellen Thema auseinanderzusetzen. Fünf Kurzvorträge beleuchten den umfassenden Bereich und die dazugehörigen Herausforderungen aus verschiedenen Perspektiven. Anschließend kann und soll kräftig diskutiert werden. Als Experten sitzen auf dem Podium Vertreter aus mehreren Städten Deutschlands und den Niederlanden sowie Vertreter von Kooperationsverbünden der Städte mit Elektro-Dienstleistern.

Natürlich wird Aachen im Fokus der Diskussion stehen. Rede und Antwort steht hierbei Axel Costard, Referent von OB Marcel Philipp. Er wird nicht nur den aktuellen Entwicklungsstand in puncto E-Mobilität in der Kaiserstadt aufzeigen, sondern auch einen Blick in die Zukunft werfen. „Man kann durchaus behaupten, dass Aachen bei der E-Mobilität ein Hotspot ist und Vorbildcharakter besitzt“, so Costard.

Auf den bisherigen Erfolgen ausruhen möchte man sich aber nicht. Insbesondere mit Blick auf die Infrastruktur, z. B. der Errichtung von Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge, sieht Costard noch Potenzial. Was die Verfügbarkeit von Ladestationen betrifft, rangiert Aachen bereits jetzt deutschlandweit auf dem sechsten Platz (Ladesäulen pro Einwohner). Und auch die Citylogistik, bei der neben Paketdienstleistern etwa auch Taxiunternehmen im Fokus stehen, ist ein wichtiges Feld, in dem die E-Mobilität vorangetrieben werden kann.

Um die gesetzten Ziele Stück für Stück umsetzen zu können, setzt die Stadt zum einen auf das vom Land geförderte Projekt „KommunalerKlimaschutz.NRW“, in dessen Rahmen der Stadt Aachen in Kürze 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Zum anderen wird das „Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“ der Bundesregierung in Anspruch genommen. Aachen ist zudem eine Stadt der Elektromobilität hinsichtlich Produktion (Streetscooter, e.GO, People Mover) und Nutzung von E-Fahrzeugen. Die RWTH Aachen spielt darüber hinaus eine entscheidende Rolle bei der Forschung und Entwicklung in diesem Bereich.

Um bessere Vergleichsmöglichkeiten zu haben, werden an dem Vortragsabend auch andere Szenarien aus Deutschland und den Niederlanden präsentiert. „Nicht nur positive, sondern auch negative Beispiele werden aufgezeigt. Denn es geht ja auch darum, voneinander zu lernen“, sagt dazu Adem Aslan, Geschäftsführer von „Neufahrt“.

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