Aachen: Von Maschinen und echten Detektiven: 15 Jahre Briefzentrum

Aachen: Von Maschinen und echten Detektiven: 15 Jahre Briefzentrum

Es surrt, es brummt, es summt - Im Aachener Briefzentrum hört es sich an, wie in einem Bienenstock. Zum 15. Geburtstag zieht Linda Goß, Leiterin des Briefzentrums Aachen Bilanz: „Würde man die rund 4,65 Milliarden Briefe der letzten 15 Jahre aneinanderreihen, würden sie 28 Mal die Erde umrunden.”

Alle Briefe aus den Kreisen Aachen, Düren und Heinsberg kommen hier an und werden mit einer riesigen High-Tech-Maschinerie bearbeitet.

Zunächst noch von Mitarbeitern nach Großbrief und Standardbrief sortiert, werden sie dann von einer Maschine säuberlichst Briefmarke auf Briefmarke abgelegt, bevor sie in die Anschriftenlesemaschine verfrachtet werden. „Jede Sauklaue kann von der Maschine inzwischen gelesen werden”, freut sich Post-Pressesprecher Dieter Pietruck über den beeidruckenden technischen Fortschritt bei der Post.

Alle Straßen, Hausnummern und Postleitzahlen werden in der Anschriftenlesemaschine codiert. Heraus kommt dann der Brief, der mit den kryptischen orangefarbenen Zeichen beschriftet ist, die eigentlich jeder schon einmal gesehen hat. Anschließend werden die Massen von Briefen dann noch genauestens nach Regionen sortiert und für die Aachener Postboten sogar in Gangfolge geordnet.

„So bekommen die sie eine schon fertig geordnete Tasche und müssen sich die Mühe nicht mehr selbst machen”, erklärt Goß. Rund 97 Prozent der in Aachen bei der Post abgegebenen Briefe kommen am nächsten Tag beim Absender an - früher waren es nur rund 80 Prozent. „Wenn an der Adresse etwas unvollständig ist, kommen unsere Postdetektive zum Einsatz - sie ergänzen die fehlenden Angaben. Dann kann es aber schon mal einen Tag länger dauern”, erläutert Goß.

Für Weihnachten erwarte die Post besonders im Paketbereich in diesem Jahr einen einzigartigen Rekord. Denn: „Trotz des Zeitalters von SMS, E-Mail und Co wird noch immer die klassische Weihnachtspost verschickt. Für diese Zeit haben wir die Kastenleerung verstärkt und unser Personal aufgestockt. Wir sind also gerüstet”, sagt Goß.

Bis 22. Dezember abgeben

Wer trotzdem auf Nummer sicher gehen will, sollte bis zum 22. Dezember 12 Uhr sämtliche Pakete, die innerhalb Deutschlands versendet werden sollen, abgegeben haben. Bis zum 15. Dezember sollten alle Paketsendungen für das europäische Ausland unterwegs sein.

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