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Bei Aachen-Lichtenbusch: Völlig betrunken im Lkw über die A44 geschlingert

Bei Aachen-Lichtenbusch : Völlig betrunken im Lkw über die A44 geschlingert

Ein aufmerksamer Autofahrer hat der Bundespolizei Aachen geholfen, auf der Autobahn A44 bei Aachen einen total betrunkenen Lkw-Fahrer samt noch alkoholisierterer Beifahrerin zu stoppen.

Dank eines aufmerksamen Zeugen konnten Beamte der Bundespolizei Aachen am Mittwochabend mögliche schlimme Folgen einer Trunkenheitsfahrt verhindern.

Die Polizeistreife stand an der Autobahn A44 am Rastplatz Aachen-Lichtenbusch, als der Fahrer eines vorbeifahrenden Wohnwagengespannes die Beamten durch Hupen und Gestikulieren aufmerksam machte. Die Beamten fuhren auf die Autobahn und sahen sofort, um welches Fahrzeug es ging.

Ein Sattelschlepper mit Auflieger aus Tschechien fuhr in starken Schlangenlinien über die Fahrbahn. Dabei schlingerte der Lkw über die gesamte Breite der Autobahn und geriet abwechselnd sowohl auf den Seitenstreifen als auch auf die Überholspur. Ihn zu überholen, um ihn zu stoppen, erwies sich als sehr schwierig und extrem gefährlich. Mehrmals konnte der Beamte am Steuer des Streifenwagens nur durch Vollbremsungen verhindern, in die Leitplanken abgedrängt zu werden.

Als der Polizeiwagen schließlich am Lastwagen vorbeigekommen war, ignorierte dessen Fahrer die Signale zum Folgen. Er bremste stattdessen seinen Lkw noch auf der Fahrspur auf etwa 40 Stundenkilometer ab, um schließlich auf dem Seitenstreifen zu halten.

Der 69-jährige Fahrer hatte sichtbar Probleme beim Aussteigen. Ein Atemalkoholtest zeigte einen Wert von 1,88 Promille. Seine 52-jährige Beifahrerin, ebenfalls aus der Tschechischen Republik, hatte sogar einen Promillewert von 2,46. Am Fahrzeug fanden sich denn auch mehrere Unfallspuren, die nun laut Mitteilung der Bundespolizei von Donnerstag Teil der Ermittlungen sind.

Fahrer und Beifahrerin wurden von Beamten der zuständigen Autobahnpolizei Broichweiden in Gewahrsam genommen. Es erwartet sie ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr sowie Gefährdung des Straßenverkehrs.

(red/pol)