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Protest am Chorusberg: Vier Ratsparteien fordern Stopp der Baumfällungen

Protest am Chorusberg : Vier Ratsparteien fordern Stopp der Baumfällungen

In einer gemeinsamen Stellungnahme beziehen Vertreter von vier Ratsparteien Stellung zu den Vorkommnissen rund um die Baumbesetzung am Chorusberg: Bündnis 90/Die Grünen, UWG, Volt und Piraten.

Namentlich sind dies Astrid Vogelheim und Henning Nießen für Bündnis90/Die Grünen, Matthias Achilles für die Piraten, Christoph Allemand für die UWG sowie Anna Lagemann und Steffen Ernst für Volt Aachen. Seit vergangenem Wochenende halten Aktivistinnen und Aktivisten von Ende Gelände und Fridays for Future etwa 20 Bäume im Südviertel besetzt. Der Grund für die Besetzung sei die geplante und in den Augen der Unterzeichnenden „völlig unnötige Fällung der letzten großen Bäume auf einem als Wald deklarierten Privatgrundstück“.

Auch im neuen Flächennutzungsplan sei der Bereich weiter als Wald eingetragen und für eine Umwandlung in Bauland werde es in absehbarer Zeit keine politische Mehrheit geben. Nur durch die Aktivisten seien die Fällungen am Samstag verhindert worden. Die Verfasser sichern den Aktivistinnen und Aktivisten ihre Solidarität zu „und wünschen ihnen das nötige Durchhaltevermögen.

Der Eigentümer der Fläche, ein stadtbekannter Investor, spreche von normalen Forstarbeiten, weswegen die Behörden dem Vorhaben auch eine Genehmigungerteilen mussten. Die Aachener Parteisprecher: „Wir möchten hier deutlich machen, dass nicht alles, was legal ist, auch automatisch legitim ist. Wer in Zeiten von Klimakrise, Hitzesommern und Waldsterben ohne Sinn Flächen rodet, ohne dass eine Nachpflanzung erfolgt oder das Holz verwertet wird, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt und handelt ohne jeglichen Sinn für das Gemeinwohl.“

Umweltschützer besetzen Bäume

Dass es ausgerechnet dieser Investor sei, derauch in der Innenstadt ganze Straßenzüge verrotten lasse, mache die Sache nur noch unerträglicher. Eigentum verpflichte. Waldflächen und Immobilien müssten, auch wenn sie im privaten Besitz seien, dem Wohl der Gemeinschaft dienen. Sie fordern den Investor auf, die Stadtgesellschaft nicht länger für seine Privatinteressen zu schädigen und endlich seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden: „Stoppen Sie die Fällungen am Chorusberg.“

(red)