Viele Gäste im CHIO-Zentrum des Medienhauses Aachen

Interview-Marathon auf der Talkbühne : Soers ist während des CHIO der Treffpunkt für „Tout Aachen“

Preisfrage ohne Preis: Wann beginnt der CHIO? Schon mit den Volitigierwettbewerben am Freitag? Oder erst mit der Eröffnungsfeier am Dienstag? Für die Öcher ist die Antwort klar: mit dem Soerser Sonntag.

Am Sonntag öffnete der Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) wieder die Tore der Soers zum kostenlosen Publikumstag, und mit 30.000 Besuchern strömte beinahe „Tout Aachen“ hin.

„Wenn man in dieser Woche jemanden in Aachen treffen will, dann hier auf dem Turnierplatz“, plauderte denn auch Oberbürgermeister Marcel Philipp auf der Bühne des Medienhauses Aachen aus dem Nähkästchen. „Denn beim CHIO strömen alle in die Soers.“ Und ziemlich viele davon sind früher oder später auch auf der Talkbühne unserer Zeitung zu Gast.

Beim Soerser Sonntag gaben sich bereits zahlreiche Interviewgäste im Gespräch mit unseren Moderatoren Laura Weinberger und Tom Vogel das Mikrofon quasi in die Hand: Von Pfarrer Hans-Georg Schornstein über die Kuratoriumsmitglieder des Therapeutischen Reitens, Vertreter der Bürgerstiftung Lebensraum, bis hin zu den Aachener Stadtreitern, Das-Da-Theater-Intendant Tom Hirtz, Kurpark-Classix-Veranstalter Christian Mourad und dem designierten Aachener Karnevalsprinzen Martin I. (Speicher), der seinen kompletten Hofstaat mitgebracht hatte, reichte die Palette – um nur einige zu nennen.

Im Zeichen Frankreichs: Zehntausende beim Soerser Sonntag

Letzterer hatte eine Premiere auf der Interviewbühne mitten in der Soers zu bieten. Denn obwohl sich der Auftritt beim Soerser Sonntag inzwischen im Terminkalender der jeweiligen Tollität etabliert hat, hatte noch keiner seiner Vorgänger dort gesungen, schließlich sollen die Prinzenlieder bis zum 11. im 11. geheim bleiben. Also ließ Martin Speicher singen – vom Gesangstrainer der jecken Truppe Uwe Barthel. Und Prinz, Hofstaat und Publikum schunkelten mit.

Aktiv eingebunden wurden die vielen Zuschauer vor der Bühne auch von den Dreiländerschmeck-Köchinnen Katja Esser und Anke Capellmann. Denn sie hatten mit Monschauer Dütchen eine süße Überraschung mitgebracht, die sie im Publikum verteilten und von deren Köstlichkeit sich auch Moderator Tom Vogel überzeugte.

Nicht ganz so nahrhaft, aber nicht minder interessant waren die Neuigkeiten, die Turnierdirektor Frank Kemperman und Turniervermarkter Michael Mronz oder eben auch OB Marcel Philipp mit auf die Bühne gebracht hatten. Denn zum Thema Geländeerweiterung für den ALRV erklärte Philipp, dass man mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) als Eigentümer des ehemaligen Polizeipräsidiums in Gesprächen sei. „Solche Verhandlungen mit dem BLB können ja schon mal generationsfüllend sein“, sagte der OB mit einem Augenzwinkern, „aber die Signale, die wir erhalten, sind gut.“

Und wenn die Stadt den Zuschlag erhalte, sei klar, dass die Fläche im Sportpark Soers auch sportlich genutzt werde. „Wie viel dann auf den Reitsport und wie viel auf den benachbarten PTSV mit den Ladies in Black entfällt, das müssen wir dann sehen.“ Die Fläche sei jedenfalls groß genug.

Probleme wird die Aufteilung der Fläche zwischen PTSV und ALRV aber wohl kaum bereiten. Denn Kemperman berichtete im Gespräch mit Laura Weinberger und Tom Vogel von einer „guten Abstimmung mit dem PTSV“.

Doch schon jetzt bezeichnete Michael Mronz die Anlage in der Soers als „natürlichen Austragungsort für olympische Reitwettbewerbe“, als die sie in der Bewerbung der Region Rhein-Ruhr für die Sommerspiele 2032 vorgesehen sind.

Sollte es so kommen, wird sicherlich wieder beinahe „Tout Aachen“ in die Soers strömen – so wie jedes Jahr beim Soerser Sonntag.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Soerser Sonntag lockt die Besucher auf das CHIO-Gelände

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