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Zum Weihnachtsfest: Videogrüße für die Altenheime

Zum Weihnachtsfest : Videogrüße für die Altenheime

Die Weihnachtsgrüße kommen per Video: Eine digitale Grußaktion soll Menschen in den Altenheimen zum Fest eine ganz besondere Freude bereiten. Auf die Beine gestellt wird die Aktion von den Unternehmen im DigitalHUB.

Die ersten Videos sind bereits eingetroffen und sorgten bei den Organisatoren für „Gänsehaut-Feeling“. „Die Musikschule hat beispielsweise Vorschulkinder beim Geigenunterricht in Szene gesetzt, und das kommt wirklich gut rüber“, meinen Petra Grossmann und Andi Dreger. Die beiden arbeiten für den DigitalHUB und haben sich gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen für Weihnachten etwas ganz Besonders ausgedacht. Unter dem Hashtag (Schlagwort) „ZusammenSindWirWeihnachten“ haben sie eine Grußaktion ins Leben gerufen, die den Menschen in Altenheimen zu Weihnachten eine ganz besondere Freude bereiten soll. „Wir sind mit dieser Aktion überall auf offene Ohren gestoßen“, sagt Petra Grossmann und freut sich schon jetzt auf weitere Beiträge.

 Bislang war es demnach leicht, Mitstreiter für das Projekt zu begeistern. Das Das Da Theater, die Musikschule und auch die Alemania haben bereits zugesagt und sind mit einer weihnachtlichen Videobotschaft mit von der Partie. Alle Beiträge werden gesammelt und anschließend zusammengeschnitten. Und das Ergebnis soll dann in den Altenheimen präsentiert werden.

„Ich habe eigentlich befürchtet, dass es dort an der entsprechenden technischen Ausstattung mangelt und es schwierig wird, unsere Weihnachtsgrüße auch tatsächlich zu zeigen“, sagt Petra Grossmann. Doch sie wurde positiv überrascht. „Man hat mir überall ganz unterschiedliche Möglichkeiten aufgezeigt“, erzählt sie. Die einen seien gut mit Tablets ausgestattet, andere hätten gar die Möglichkeit, die Beiträge an die Zimmerdecke zu projizieren, damit auch die bettlägrigen Bewohner in den Genuss der Weihnachtsgrüße kämen. Weder andere denken demnach eher an ein gemeinschaftliches Adventstreffen mit Videobotschaften auf der großen Leinwand.

 Und damit die technische Herausforderung auch gut gemeistert wird, sitzt das Startup Eldertech mit im Boot. Das junge Unternehmen wird laut Andi Dreger dafür sorgen, dass die digitalen Weihnachtsgrüße über eine Plattform in die Altenheime gelangen. Und PR-Redakteurin Karin Bönig würde sich zudem wünschen, dass die Aktion „keine Einbahnstraße bleibt“. Schön wäre demnach, wenn die Altenheime mit einem kurzen Gruß oder gerne auch mit einer kleinen Videobotschaft auf Fragen wie „Was gehört für Sie zu Weihnachten“ oder „Welches ist das erste Weihnachten, an das Sie sich erinnern können?“ antworten würden.

Am Donnerstag, 3. Dezember, stellen die Organisatoren ihr Projekt den Mitgliedern im DigitalHUB vor. Und dort werden auch schon die ersten Botschaften gezeigt. Im DigitalHUB haben sich etwa 190 Startups und 150 mittelständische Unternehmen organisiert, um die Digitalisierung voranzubringen.

Auch die AOK ist als Mittelstandmitglied an der Grußaktion beteiligt. Gerade jetzt machen sich die einzelnen Mitglieder des DigitalHUB offenbar verstärkt Gedanken über das diesjährige Weihnachtsfest. „Eigentlich hat mein Sohn in der Adventszeit immer im Altenheim Geige gespielt“, erinnert sich Petra Grossmann. Wegen Corona wird in diesem Jahr nichts daraus. Und so hat sie überlegt, wie man den Menschen in den Altenheimen trotz der erschwerten Bedingungen eine Freude machen kann.

Und für das Startup Eldertech ist das Projekt offensichtlich so etwas wie ein Geschenk des Himmels. Das junge Unternehmen will pflegenden Angehörigen mit „smarten“ Lösungen und guter Vernetzung das Leben erleichtern und gleichzeitig auch den Betroffenen selbst mehr Unabhängigkeit verschaffen. Da kommt das Experiment „Weihnachtsplattform für Altenheime“ gerade recht.

Noch bis zum 10. Dezember

 Auch für das DigitalHUB ist die digitale Grußaktion laut Petra Grossmann von ganz besonderem Wert. „Man spürt ja generell eine sehr negative Einstellung gegenüber der Digitalisierung“, sagt sie. Diese Weihnachtsaktion zeige aber, dass gerade die Digitalisierung auch menschliche Nähe ermögliche. Und Andi Dreger ergänzt: „In diesen Zeiten, in denen Kontakte so schwierig sind, tut die digitale Technik Gutes, indem sie den Austausch ermöglicht.“

 Noch bis zum 10. Dezember besteht die Möglichkeit, an dem Projekt teilzunehmen. Interessierte Altenheime oder Teilnehmer mit Weihnachtsbotschaften können sich unter kontakt@hubaachen.de melden.