VfJ Laurensberg: Großes Abschlussfest zum 100. Geburtstag

100 Jahre VfJ : Das war’s (noch lange nicht) in Laurensberg

Das war’s! Die Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag des VfJ Laurensberg sind vorüber. Wer aber denkt, jetzt legt man am Hander Weg die Füße hoch, wurde während des vergangenen Wochenendes immer wieder eines Besseren belehrt.

Der Freitag stand ganz im Zeichen der gesamten VfJ-Mitgliederschaft. Ein bunter Abend mit Team-Präsentationen, einem Quizduell, einem lebhaft bevölkerten Grillstand und den entsprechenden Kaltgetränken sorgte für den emotionalen Höhepunkt des Feierwochenendes, versteht man sich in Laurensberg doch als eine große Sportfamilie, die fest im Stadtteil verankert und auf dem besten Wege ist, herausragende Strukturen für die nächsten Jahrzehnte zu schaffen.

Nach dem Samstag, an dem ortsansässige Vereine, Gemeinschaften und Firmen ihre Kräfte in einem Freizeit-Fußballturnier messen konnten, stand der Sonntag noch einmal ganz im Zeichen der offiziellen Ehrungen. Nach einem im 16-Meterraum des Sportplatzes abgehaltenen Gottesdienst rüsteten sich Repräsentanten der unterschiedlichsten Richtungen zum Gratulationscours, allen voran Oberbürgermeister Marcel Philipp. Selbst einige Jahre im Aachener Norden beheimatet, nannte er den Verein erfrischend jung für das hohe Alter und bescheinigte den Verantwortlichen ein hohes Engagement und einen großen Zusammenhalt. Vor allem die Jugendarbeit rage heraus, der Verein stehe für Weitsichtigkeit und lebe weit mehr als nur Geselligkeit.

Beispielhaft für die gute Arbeit nannte Philipp die Festschrift. „Man sieht, hier haben Menschen einen Plan und arbeiten an der Zukunft.“ Stadtteilbürgermeister Alexander Gislon hatte wohl Konkretes im Sinn, als er fragte: „Im letzten Jahr haben wir den Kunstrasen eingeweiht, in diesem Jahr feiern wir 100 Jahre VfJ Laurensberg. Was, bitteschön, kommt denn im nächsten Jahr?“ Vielleicht ist es ja die Grundsteinlegung für das angestrebte neue Vereinsheim, dessen Realisierung ganz oben auf der Wunschliste des Vereins steht. Die Vorarbeiten dazu sind gemacht, jetzt geht es in die Planung. „Das geht nun seinen Weg“, weiß Jugendleiter Karlheinz Welters, auch er freute sich auf die nächsten anstehenden Aufgaben. Dieser grundlegende Eindruck ist es, der allen Verantwortlichen anhaftet. „Wir arbeiten großartig mit allen anderen Vereinen zusammen“, blickte Welters über den Tellerrand hinaus. Denn der VfJ laurensberg teilt sich das Areal am Hander Weg mit den Aachener Volleyball-Enthusiasten und dem Aachener Rugbyclub, darüber hinaus besteht eine enge Kooperation mit den Basketballern der BG Aachen. Die räumliche Nähe zum TSC Aquisgrana Aachen soll zukünftig ebenso zu einer intensiveren Verbindung genutzt werden. Außerdem sind Schulen und Kitas in unmittelbarer Nähe, der Weg ist somit kurz zum VfJ Laurensberg.

Dabei muss man nicht unbedingt Fußball spielen, um attraktive Angebote zu finden. Die Wasserkinder, Mermaiding (Meerjungfrauschwimmen), Damenfitness, Leichtathletik – das Angebot kommt nicht von der Stange. Über allem schwebt der Grundgedanke, die Jugend zu fördern, zu integrieren und eine gute Basis für Sport und Leben zu vermitteln. Damit auch dem Letzten klar wird: Das war’s noch lange nicht in Laurensberg.

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