Aachen: Verwaltung gegen Kastrationspflicht

Aachen: Verwaltung gegen Kastrationspflicht

Die Verwaltung sieht keine Handhabe, eine Kastrationspflicht für freilaufende Hauskatzen einzuführen.

Die FDP-Fraktion hatte sich für diese Maßnahme in einem Ratsantrag ausgeschlossen. In einer Vorlage für den kommenden Umweltausschuss (Dienstag, 20. September, 17 Uhr, Verwaltungsgebäude Reumontstraße 3) ist eine Ablehnung des Antrags unter anderem darin begründet, dass keine abstrakte Gefahrenlage vorliegt.

Mangelnde Raumkapazitäten im Tierheim könnten nicht Grundlage für derartige Verordnungen sein. Andere Städte, in denen das Thema auch auf der Agenda stand, hätten darauf verwiesen, dass es quasi unmöglich sei, eine Kastrationspflicht in der Praxis durchzusetzen.

Grundsätzlich sei es ein berechtigtes Anliegen, die Katzenpopulation - ähnlich wie bei den Stadttauben - in „vertretbaren Grenzen zu halten”, so die Verwaltung. „Dankenswerterweise” kümmere sich die Katzenhilfe Aachen darum, freilebende Katzen einzufangen und kastrieren zu lassen.

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