Aachen: Versuchte Abzocke bei Gastwirten

Aachen: Versuchte Abzocke bei Gastwirten

Zum wiederholten Mal mehren sich beim Ordnungsamt der Stadt Aachen die Hinweise besorgter Gastwirte, die von Anrufen mit unterdrückter Rufnummer berichten. Die Gastronomen werden, angeblich im Auftrag der Stadt Aachen, zum Abschluss eines jährlichen „Aktualisierungs-Abonnements“ zum Preis von 99 Euro gedrängt werden.

Dafür erhalte man jährlich eine aktualisierte Fassung des Jugendschutzgesetzes, das Gastwirte ja in ihren Gaststätten aushängen müssen. Der Anrufer drohe dabei auch mit möglichen Ordnungsstrafen. Das Presseamt der Stadt Aachen weist darauf hin, dass die Anrufer nicht im Auftrag der Stadt handeln und warnt vor dem leichtfertigen Abschluss eines Abonnements.

Die Gastwirte sind zwar rechtlich verpflichtet, die geltenden Bestimmungen des aktuellen Jugendschutzgesetzes an gut sichtbarer Stelle in ihren Betrieben auszuhängen. Solche Aushänge sind aber preiswert über den Gastronomie-Fachhandel, bei Getränkehändlern und den Fachverbänden zu beziehen. Das Jugendschutzgesetz wird auch nicht jährlich geändert.

Nach dem Gesetz über unlauteren Wettbewerb sind Werbe-Anrufe mit unterdrückter Rufnummer allein schon unzulässig. Das Presseamt rät daher, diese Anrufe zu ignorieren und sich nicht leichtfertig auf eine Bestellung einzulassen.

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