Aachen: Verkehrsausschuss billigt Umbau Viktoriaallee

Aachen: Verkehrsausschuss billigt Umbau Viktoriaallee

Der Verkehrsausschuss hat am Abend grünes Licht gegeben für die Vorentwurfsplanung zur Lütticher Straße und zur Umgestaltung der Viktoriaallee.

Zwischen Schanz und der Kreuzung Amsterdamer Ring werden auf der Lütticher Straße Radfahrstreifen durchgängig auf der Fahrbahn markiert. Auf der Höhe Körnerstraße und an der Sanatoriumsstraße wird eine Fußgängerbedarfsampel eingerichtet beziehungsweise bleibt bestehen.

Die Fläche an der Ecke Limburger Straße soll als große Grünfläche umgestaltet werden. Hierzu wird die Limburger Straße etwas stadtauswärts verlegt, außerdem wird die Körnerstraße früher abgebunden. Diese Beschlüsse fielen einstimmig. Mehrheitlich wurde die Einrichtung einer Mittelinsel an der Bushaltestelle Franziskuskrankenhaus beschlossen.

Die Verwaltung wird nun einen Ausbauentwurf erstellen und Fördermittel bei der Bezirksregierung einwerben. Planungs- und Umweltdezernentin Gisela Nacken wies in der Ausschusssitzung darauf hin, dass es sich bei der bisher genannten Summe von 3 Millionen Euro als Kosten für den Ausbau lediglich um einen Schätzwert auf Basis einer pauschalen Flächenermittlung handelte.

Erst im Zuge der Erstellung eines Vorentwurfs war es möglich, die Kosten genauer festzulegen. Sie betragen 4,2 Millionen Euro. „Darin ist auch die Grünfläche enthalten, die eine Steigerung der Lebensqualität bedeutet”, so Nacken. Weitere Änderungen bei den Ampelanlagen, Mittelinseln und bei der Zahl der Parkplätze könnten beim Baubeschluss vorgenommen werden. Dem Beschluss war eine längere Diskussion um diese Punkte vorausgegangen.

Zur Umgestaltung der Viktoriaallee beschloss der Verkehrsausschuss, an der Kreuzung zur Bismarckstraße auf den Bau eines Kreisverkehrs zu verzichten. Stattdessen soll an dieser Stelle die Fahrbahn stark verengt werden, um den Verkehr zu verlangsamen. Außerdem gilt hier „rechts vor links”. Die Ampelanlage muss abgebaut werden, da innerhalb von Tempo 30-Zonen straßenverkehrsrechtlich keine Lichtsignalanlage zulässig sind.

Auch in der Soers muss die Signalanlage an der Kreuzung Soerser Weg/Merowinger Straße/Purweider Weg abgebaut werden, da auch hier eine Tempo 30-Zone besteht. Hier wird ebenfalls eine Rechts-vor-Links-Vorfahrtsregel eingeführt, zusätzlich die Kreuzung aufgepflastert, um den Verkehr zu verlangsamen.

Die Verwaltung wurde beauftragt, nach weiteren Möglichkeiten zu suchen, um die Fußgängersicherheit zu erhöhen. Eine Ampel in Rot-Dunkel-Schaltung ist an dieser Kreuzung verkehrsrechtlich ebenfalls nicht zulässig. Außerdem soll der Gehweg im Purweider Weg verbreitert werden. Die Einmündung des Soerser Wegs auf die Krefelder Straße soll auf eine Rechtsabbiegespur reduziert werden, der breite Einfahrtsbereich darüber hinaus zurück gebaut werden, um zusätzlich sieben Parkstände anzulegen. Der Beschluss fiel einstimmig.