Aachen: Verkehr: Stadt will Bürger mitnehmen

Aachen: Verkehr: Stadt will Bürger mitnehmen

Wie machen wir Aachen gemeinsam fit für die Zukunft? Mit dieser Frage ist eines der Plakate überschrieben, das am kommenden Samstag am Elisenbrunnen zu sehen sein wird.

Im Rahmen der Ausstellung, die von 11 bis 17 Uhr stattfindet, können Aachener Bürger sich nicht nur informieren. Sie sind auch dazu eingeladen, selbst am Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Aachen mitzuwirken. Gefragt sind Anregungen und Ideen, wie man die Verkehrsprobleme der Zukunft angehen kann. Dabei geht es um Fragen wie: Welche Möglichkeiten gibt es, um die Straßen sicherer zu machen? Wie könnte man die Fahrtzeiten im ÖPNV verkürzen? Ist es realistisch, dass sich in Zukunft mehr Bürger Autos teilen? Wie stehen die Bürger zu Elektrofahrzeugen? Was sind die Voraussetzungen für eine saubere, energieeffiziente Mobilität?

Acht Themen

„Die Bürger können sich zu acht verschiedenen Themen äußern, zu denen von der Stadt Aachen bereits Fachkommissionen gebildet worden sind“, erklärt Christiane Melcher, Fachbereichsleiterin Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen. So haben die Bürger die Möglichkeit, sich zu den Bereichen „zu Fuß“, „Rad“, „ÖPNV“, „Pkw“, „Mobilitätsmanagement“, „Erreichbarkeit & Wirtschaftsverkehr“, „Straßennetze & Lebensräume“ sowie „E-Mobilität“ zu äußern. Die Kommunikation und infolgedessen auch die Beteiligung der Bürger am Prozess der Entstehung des Verkehrsentwicklungsplanes sei gerade bei einem solch kontinuierlichen Thema von entscheidender Bedeutung, so Uwe Müller, Abteilungsleiter Verkehrsmanagement der Stadt Aachen.

Nach Campusbahn-Scheitern

„Nach dem gescheiterten Campusbahn-Projekt ist dies eine Art Neuanfang und der Versuch die Bürger von Anfang an mit einzubinden“, erklärte Planungs- und Umweltdezernentin der Stadt Aachen, Gisela Nacken. Noch drei Wochen nach der Bürgerwerkstatt haben alle interessierten Bürger die Möglichkeit, online zu vielen Mobilitätsfragen Stellung zu beziehen und Vorschläge zu unterbreiten. „Auf diesem Wege wollen wir insbesondere auch die junge, eher Internet-affine Generation mit einbeziehen“, so Nacken weiter. „Außerdem wollen wir mit Hilfe der Bürgerwerkstatt herausfinden, ob die Vision, die wir entwickelt haben, auch dem entsprechen, was die Bürger sich vorgestellt haben“, sagt Melcher.

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