Aachen/Köln: Verfolgungsjagd mit geklautem Motorrad endet bei Aachen

Aachen/Köln: Verfolgungsjagd mit geklautem Motorrad endet bei Aachen

Ein 17-jähriger Niederländer ist am Freitagnachmittag bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei leicht verletzt worden. Zunächst stahl er in einem Parkhaus in Köln-Müngersdorf ein Motorrad und flüchtete damit über die Autobahn 4 in Richtung Aachen. Auf der Autobahn 44 zwischen dem Aachener Kreuz und Broichweiden kam es dann nach einem waghalsigen Wendemanöver zum Unfall.

Gegen 16.15 Uhr beobachtete eine Zeugin in Köln den Diebstahl des Motorrads, verständigte die Polizei und teilte den Beamten das Kennzeichen mit. So konnte eine direkte Fahndung nach dem Zweirad beginnen, das auch bald zu ersten Erfolgen führte: Der Flüchtige wurde auf der A4 auf Höhe der Raststätte Frechen von der Polizei erkannt, konnte aber mit dem gestohlenen Motorrad durch den Stau weiter flüchten.

Erst 30 Minuten später wurde der Dieb bei der Raststätte Aachener Land-Nord erneut gesichtet. Er missachtete die Anhaltezeichen der Polizei und wechselte am Aachener Kreuz auf die A44 in Richtung Mönchengladbach.

Laut Polizei wendete der Jugendliche etwa 500 Meter vor der Ausfahrt Broichweiden und fuhr entgegen der Fahrtrichtung auf der A44 weiter. Zum Unfall kam es, als der Falschfahrer einen Streifenwagen bemerkte und versuchte links an diesem vorbei zu fahren. Beim Ausweichen übersah er das Auto auf dem anderen Fahrstreifen und es kam zum Zusammenstoß. Er wurde vom Motorrad geschleudert und beim anschließenden Sturz auf die Fahrbahn leicht verletzt. Der Fahrer des Wagens blieb unverletzt.

Die A44 war zwischen dem Aachener Kreuz und Broichweiden von 16.45 Uhr bis 18 Uhr während der Unfallaufnahme gesperrt. Es gab mehrere Kilometer Stau. Der Niederländer wurde festgenommen, es erwartet ihn nun ein Strafverfahren wegen Diebstahls und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

(red/pol)
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