Veränderte Verkehrsführung in Aachen

Großbaustelle Roermonder Straße : In die Stadt geht’s nur auf Umwegen

Und noch eine Großbaustelle in Aachen: Am kommenden Mittwoch wird die Roemonder Straße stadteinwärts gesperrt. Eine Umleitung wird über die Turmstraße eingerichtet.

Ab kommenden Dienstag, 16. April, wird es zunächst zu Verkehrsbehinderungen für die stadteinwärts strömenden Fahrzeuge kommen. Die Großbaustelle der Stawag-Tochter Regionetz GmbH erfordert neue Verkehrsführungen, die zunächst einmal auf der Fahrbahn aufgebracht werden müssen.

Die eigentliche Baustelle auf der stadteinwärts gelegenen Seite der Roermonder Straße wird dann ab Mittwoch, 17. April, eingerichtet und nach Auskunft der Verkehrsamtschefin voraussichtlich bis Ende Oktober dieses Jahres bestehen bleiben.

Die Kanalarbeiten im Bereich des Ponttores wandern nach den Plänen der Fachleute ab der kommenden Woche von der Ludwigsallee, wo die Baustelle mit der Zeit immer kürzer wird, bis zur Einmündung Roermonder Straße hinüber. Da der Kanal im Untergrund der Kreuzung diagonal verläuft, blieb der städtischen Verkehrsverwaltung keine andere Möglichkeit, als die stadteinwärts führenden Fahrspuren komplett zu sperren.

Turmstraße wird Einbahnstraße

Für die Bauzeit des neuen Kanals soll die „kleine“ Turmstraße, die als Abzweig hinter der RWTH-Mensa herführt, in Richtung Audimax an der Wüllnerstraße zu einer Einbahnstraße umfunktioniert werden. Sie soll dann ab Mittwoch den Verkehr in Richtung Alleenring aufnehmen. Knackpunkt könnte gerade für Aseag-Busse oder auch größere Lastwagen der scharfe Knick an der Kreuzung Turmstraße/Pontwall/Wüllnerstraße werden. Doch laut Messungen der Verkehrsexperten, berichtete Heike Ernst den Verkehrspolitikern, bestünden deswegen keine Bedenken, Probefahrten hätten funktioniert.

In diesem Kontext regten Ausschussmitglieder an, den Busverkehr teilweise direkt an der Kühlwetterstraße rechts abbiegen zu lassen und über die Claßenstraße weiterzuführen. Der kleine Umweg habe den Charme, das stark frequentierte Hörsaalcenter Carl direkter an verschiedene Buslinien anbinden zu können.

Für die Ein- und Ausfahrt in das Lousbergviertel ändere sich nicht viel, versicherte Heike Ernst auf Nachfrage von Bezirksbürgermeisterin Marianne Conradt, die allerdings monierte, dass das Viertel generell „ganz schlecht erreichbar“ sei. Vorgesehen ist, die Geradeausfahrt aus der Rütscher Straße in die Turmstraße zu belassen, der umgekehrte Weg ist allerdings nicht mehr möglich, da die Turmstraße dann Einbahnstraße ist.

Stadtauswärts nur eine Spur

Wegen der Größe der Baustelle wird es auch Einschränkungen auf der Fahrbahn stadtauswärts geben. Denn hier soll der unmittelbar an die Baustelle angrenzende Fahrstreifen in Richtung Laurensberg gesperrt werden. Das habe zur Folge, dass die beiden Spuren an der Ampelanlage Pontstraße/Pontwall, also unmittelbar neben dem historischen Ponttor, auf eine Spur reduziert werden müssen, erklärte Ernst. Der Linksabbieger bleibe unberührt davon.

Die stadteinwärtige Vollsperrung in Höhe der Häuser Roermonder Straße 3 bis 5 wird sich in einer späteren Bauphase nochmals bis zum Abzweig Turmstraße ausweiten. Die Kante der Kanalgrube soll dann an der Kreuzungseinmündung liegen. Für diesen späteren Zeitabschnitt kündigte Ernst die Verlegung des Fußgängerüberweges auf die andere, stadtauswärts gelegene Seite der Rütscher Straße an. Damit diese Seite besser erreichbar ist, soll eine Fußgängerinsel eingerichtet werden.

Die Häuser Roermonder Straße Hausnummer 3 bis 5 sind in der ersten Bauphase über die kleinere Nebenfahrbahn zu erreichen. Wie allerdings während des zweiten Bauabschnitts die Erreichbarkeit für die Hausbewohner gewährleistet werden kann, ist noch unklar. Man suche nach einer Lösung, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

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