Vegla-Haus in Aachen: Der Abriss im Vorher-Nachher-Vergleich

Vorher-Nachher-Vergleich : So hat sich die Baustelle des Vegla-Hauses entwickelt

Die Abrissarbeiten am ehemaligen Vegla-Haus im Frankenberger Viertel in Aachen sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Schon Anfang Dezember war vom „Aquarium“ nicht mehr viel zu sehen. Ein Vergleich.

Der im Jahr 1978 fertiggestellte und 1982 erweiterte Bau im Frankenberger Viertel diente der Vegla und deren Mutterkonzern Saint-Gobain Glass als Hauptverwaltungssitz. Nachdem der Konzern jedoch im Jahr 2014 nach Stolberg zog, verwaiste das Gebäude. Nach nur rund 40 Jahren wurde der Abriss des Vegla-Hauses im Oktober 2018 entschieden.

Der Bereich des Vegla-Baus umfasst rund 9000 Quadratmeter an der Ecke von Viktoriaallee und Bismarckstraße. Bereits im September dieses Jahres haben die Abrissarbeiten begonnen. Die umfangreiche Asbest-Entsorgung war Mitte August abgeschlossen, seitdem wird das ganze Gebäude beseitigt. Im Oktober hatte das Aachener Bauunternehmen Nesseler Projektidee das Neubauprojekt „Viktoria“ dann an das Gelsenkirchener Wohnungsunternehmen Vivawest übergeben.

Wie sich das Straßenbild am ehemaligen Vegla-Haus bereits verändert hat, zeigt unser Vorher-Nachher-Vergleich. Wo im Jahr 2016 noch die großen Glasfenster des im Volksmund auch „Aquarium“ genannten Gebäudes waren, liegt im Dezember 2019 nur noch Bauschutt. Auch dieser soll bis Ende des Jahres verschwunden sein, bevor mit dem Aufbau des neuen Gebäudekomplexes begonnen wird.

Der Neubau auf dem Gebiet ist bereits für das Frühjahr 2020 geplant. 200 neue Wohnungen sollen auf mehreren Gebäuden mit unterschiedlicher Optik verteilt werden. 107 von ihnen sollen als Studierendenappartements mit durchschnittlich rund 26 Quadratmetern Wohnfläche dienen. Außerdem sollen 65 freifinanzierte und 28 öffentliche Wohnungen entstehen. Insgesamt beläuft sich die geplante Gesamtwohnfläche des Neubaus auf 10.800 Quadratmetern. Hinzu kommen noch Einzelhandels-, Büro- und Praxiseinheiten auf einer Fläche von rund 9200 Quadratmetern.

Die Gebäude werden barrierearm mit Aufzügen errichtet und werden über 186 Tiefgaragenstellplätze, 39 Außenstellplätze und 320 Fahrradabstellplätze verfügen. Die Bauarbeiten sollen etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen. Die Fertigstellung ist also für das Frühjahr 2022 vorgesehen.

(jas)