Aachen: „Unergründliche Theologien“ in St. Elisabeth

Aachen: „Unergründliche Theologien“ in St. Elisabeth

Nachdem er bereits 2012 für ein Kunstprojekt an den Thermalquellen am Römerweg in Aachen war, ist der New Yorker Künstler Daniel Rothbart nun mit einem neuen Projekt in der jüngst entwidmeten Kirche St. Elisabeth zu Gast.

„Unergründliche Theologien“ nennt sich seine neue Arbeit, für die er eine kinetische Skulptur aus Aluminiumstangen im Deckengewölbe der Kirche installiert hat. „Die Skulptur ,Oculus‘ rotiert kontinuierlich in einem Kreis, der von der Erdrotation und der Anziehungskraft der Sonne abhängig ist“, erklärt Rothbart.

Zusammen mit dem durch die Kirchenfenster einfallenden Licht werfe die Skulptur ständig unterschiedliche Schatten in der gesamten Kirche, die seit einiger Zeit unter dem Namen „Hotel Total“ als besondere vorübergehende Herberge fungiert. Das Objekt soll so den disharmonischen Dialog zwischen Glauben und Vernunft ins Bewusstsein rufen. Bevor die Skulptur nach Aachen gekommen ist, hing sie in Michigan in den USA.

Zustande kam das Projekt über die langjährige Freundschaft mit Wolfgang Becker, Kunstkritiker und Gründungsdirektor des Ludwig Forums. „Es freut mich, dass ich die Skulptur und Daniel Rothbart wieder nach Aachen holen konnte“, sagt Becker.

Im Anschluss an die Eröffnung am kommenden Freitag um 19 Uhr in der Kirche St. Elisabeth wird der Organist Gereon Klarforst die Passacaglia in C-Moll BWV 582 von J.S. Bach spielen. Die Ausstellung läuft bis zum 17. September und ist donnerstags bis sonntags von 11 bis 22 Uhr geöffnet.

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