Aachen: Und wieder sind alle pratschjeck

Aachen : Und wieder sind alle pratschjeck

Klar, Aachen ist nicht Köln. Statt Tausenden, die sich rund um den Alter Markt zum jecken Auftakt tummeln, kommen in Aachen „nur” Hunderte pratschjecke Narren zum Kugelbrunnen, um einen tollen Einstieg in die närrische Session zu erleben.

Es mögen so um die 666 Jecken gewesen sein, auch möglich, dass es 777 waren. Die Zahl der Jecken ist dabei nicht so wirklich entscheidend. Wichtiger ist, dass die Feierwütigen sich prächtig amüsierten und ausgelassen mitmachten.

Obwohl der Beginn erst für 11.11 Uhr terminiert war, wurde am Kugelbrunnen schon ab 10 Uhr Rambazamba gemacht. Zunächst tröpfelten die Narren nur langsam ein, dann wurde es voller und voller.

Mit einem solchen Andrang hatte der Festausschuss Aachener Karneval (AAK) offensichtlich nicht gerechnet. Ein Toilettenhäuschen und ein Getränkeausschank reichten nicht. Schon um 11.40 Uhr drohte ein Engpass bei der Cola.

Um 11.11 Uhr gehts los

Um 11.11 Uhr gab Oberbürgermeister Marcel Philipp auf der Bühne am Kugelbrunnen den Startschuss in die fünfte Jahreszeit. Vorher war er mit den Granden des Festausschusses, des Aachener Karnevalsvereins (AKV), der Oecher Penn, der Aachener Prinzengarde, dem designierten Karnevalsprinzen Thomas II. (Sieberichs) mitsamt Hofstaat und dem kommenden Märchenprinzen Tim I. (Führen), der einen Teil seines Gefolges im Schlepp hatte, und vielen Fahnentägern der Öcher Karnevalsvereine zum jecken Epizentrum marschiert.

Im Gänsemarsch

Zu den Klängen des Königlichen Spielmannszuges aus dem belgischen Walhorn und dem Musikzug der Stadtwache Oecher Börjerwehr führte der Weg vom Rathaus über die Hartmannstraße und den Elisenbrunnen durch die Adalbertstraße. Die Zugteilnehmer hatten Probleme, durch die dicht gedrängte Menschenmasse auf die Bühne zu kommen, durch ein Spalier mussten sie sich im Gänsemarsch weiterbewegen.

Auf der Bühne machten der Märchenprinz und der große Prinz eine gute Figur, der künftige kleine Narrenherrscher stellte ein Lied seiner CD vor, Thomas II. sang mit seinem Hofstaat ein paar Songs seines Albums. Das kam an. Der Narrenherrscher und sein angenehm bodenständiges Gefolge eroberten im Sturm die Herzen der Jecken.

Insgesamt war der närrische Auftakt ein Erfolg, allerdings mit einigen organisatorischen Mängeln.