Aachen: Um 19.30 Uhr ist Anpfiff für Jauch und Klopp

Aachen: Um 19.30 Uhr ist Anpfiff für Jauch und Klopp

Von wegen „Public Viewing”: Sehen und gesehen werden heißt die Devise am Donnerstagabend mit schlagartig mächtig erweitertem Horizont. Das Öcher Publikum rückt nämlich ein ganzes Stück weit selbst ins Blickfeld der Fernsehkameras.

Am Mittwochmorgen bereits ist ein 14 Meter langer 32-Tonner aus dem Hause RTL zur Vorbereitung der WM-Übertragung des Spiels Kamerun gegen Niederlande (Anpfiff 20.30 Uhr) vors Rathaus gerollt. Im Gepäck: jede Menge Übertragungstechnik, eine riesige, ausfahrbahre Bühne und nicht zuletzt eine 30-Quadratmeter-TV-Leinwand. Schließlich greift ab 19.30 Uhr das vagabundierende Promi-Moderatorengespann Günther Jauch und Jürgen Klopp höchstselbst zu den Mikros.

Bereits gegen 12 Uhr schaltet das Mittagsjournal des Kölner Senders erstmals live ins Dreiländereck. RTL-Redakteurin Ulrike von der Groeben berichtet gegen 19 Uhr für die Nachrichtensendung „RTL Aktuell” vom Markt.

Und nach dem Schlusspfiff soll längst nicht Feierabend in Sachen Feiern sein. Die (neben Mrs. Beckham) wohl bekannteste „Spielerfrau” des Kontinents, RTL-Moderatorin Sylvie van der Vaart, erzählt per „Schalte” von ihren Erlebnissen während der Übertragung des Oranje-Kicks in ihrer niederländischen Heimat. „Ich werde von Aachen aus nach Holland fahren, um mir dort beim Public Viewing das Spiel unserer Mannschaft gegen Kamerun anzuschauen. Ich finde die Idee toll, denn es ist das erste Mal, dass ich auf diese Art und Weise ein Spiel mit den holländischen Fans erlebe”, verriet van der Vaart.

Leibhaftig hat sich am späteren Abend zudem Chart-Stürmer K´naan auf der Aachener Bühne angesagt, dessen Reggae-Ohrwurm „Wavin´ Flag” zum offiziellen Titelsong des Fifa-Spektakels in Südafrika gekürt worden ist...

Natürlich werden auch die Spiele Paraguay-Neuseeland und Slowakei-Italien ab 16 Uhr von der Großleinwand übertragen. Die buchstäblich eisernen Abwehrketten sollen allerdings einmal mehr erst gegen 18.30 Uhr an den Marktzugängen postiert werden, um etwaige gefährliche bzw. ohrenbetäubende Utensilien aller Art für die unbeschwerte Freiluft-Fete ins Abseits zu stellen.

„Nur wenn es schon am Nachmittag sehr voll werden sollte, werden die Sicherheitsschleusen bereits früher eingesetzt”, erklärte Hans Poth vom städtischen Presseamt. Selbstverständlich ist der Eintritt aber weiterhin frei. Schließlich soll der unverstellte (Mattscheiben-)Blick auf die Altstadt dem Millionenpublikum einmal mehr auch das mediterran-lauschige Ambiente rund um Dom und Rathaus schmackhaft machen, weiß Poth. „Natürlich erhoffen wir uns auch einen phantastischen Werbeeffekt.”

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