TÜV Rheinland weist Kritik an Terminvergabe für Fahrprüfungen zurück

Lange Wartezeiten bei Fahrprüfungen : TÜV Rheinland weist Kritik an Terminvergabe zurück

Ganz so schlimm soll die Situation um lange Wartezeiten auf Termine für Führerscheinprüfungen dann doch nicht sein. So zumindest stellt es der TÜV Rheinland dar.

„Seit April beziehungsweise Mai haben wir eine Terminsituation, die nicht ideal ist“, räumte jetzt Arne Böhne, Geschäftsfeldkoordinator für Führerscheinprüfungen beim TÜV Rheinland, gegenüber unserer Zeitung ein. Allerdings liege die Wartezeit aktuell bei drei Wochen statt der üblichen zwei Wochen. Aachener Fahrlehrer hatten hingegen von vier bis fünf Wochen gesprochen.

Personalknappheit soll indes nicht, wie vermutet, dafür verantwortlich sein, dass Fahrschüler länger als sonst darauf warten müssen, ihre Fähigkeiten am Steuer unter Beweis zu stellen. Im Gegenteil. Mit insgesamt 24 Prüfstellen gebe es für den Bereich Aachen und Bonn sogar drei Stellen mehr als noch im Vorjahr. Böhne führt die längeren Wartezeiten deshalb auf die verkürzten Feiertagswochen im Frühjahr und saisonal bedingt vielen Motorradprüfungen zurück. Bis zum Ende der Sommerferien soll der TÜV wieder zum normalen Rhythmus zurückfinden.

Vielleicht wird der TÜV dann auch in Sachen Kommunikation wieder besser aufgestellt sein. Dass diesbezüglich seit einer Umstrukturierung zum Januar 2019 einiges im Argen ist, bestätigte Böhne. Die Vergabe der Prüftermine für den Raum Station wird seitdem nicht mehr von Niederzier, sondern von Bonn aus koordiniert. Die Ansprechpartner für die Fahrschulen haben sich geändert. „Die Kommunikation zwischen dem Führerscheinbüro und der Disposition funktioniert zurzeit leider nicht gut.“  Und er glaube, dass das der Hauptgrund für die Verärgerung der Aachener Fahrlehrer sei.

Böhne: „Wir wollen die Situation nicht kleinreden, aber bitten um Verständnis.“

(akas)
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