Tribute-Band Starfucker beim großen Fan-Fest am 6. Juli in Aachen

Rolling-Stones-Party : Tribute-Band Starfucker performt auf Aachener Fan-Fest

Die Begeisterung für die Rolling Stones ist ungebrochen. Auch nach 25 Jahren. Silberjubiläum feiert der Fan-Club Aachen-Stolberg in diesem Jahr. Mit einem groß angelegten Event am Samstag, 6. Juli, im Saalbau Kappertz in Rothe Erde (siehe Info). Stargast des Abends ist die Rolling-Stones-Tribute-Band Starfucker aus Berlin.

Mit Frontmann Mike Kilian sprach Albrecht Peltzer über die Faszination Rolling Stones.

Wann sind Sie mit dem Rolling-Stones-Virus infiziert worden?

Kilian: In den 80ern, da öffnete damals ein Freund eine Truhe mit Platten von The Who, Led Zeppelin, Queen und eben den Rolling Stones. Da war es um mich geschehen.

Was fasziniert Sie an den Stones?

Kilian: Sie sind die letzten noch lebenden „Dinosaurier“; was Jagger und Co. in dem Alter noch leisten, ist der Wahnsinn. Sie haben es geschafft, immer wieder da zu sein und noch einen drauf zu setzen. Starfucker nimmt bei mir mittlerweile einen großen Platz ein, aber ich spiele ja auch seit den 80ern erfolgreich bei Rockhaus mit mehreren Alben, Nummer-Eins-Hits und DVDs, habe eigene Solo-CDs und viele andere Projekte. Da spornt einen das Durchhaltevermögen der Stones schon an.

Wie nahe wollen Sie den Stones musikalisch und showtechnisch kommen, wieviel Distanz ist nötig?

Kilian: So nahe es geht. Es ist ja damals aus einem Spaß entstanden. Ich wollte zum Beispiel Mick und Keith in einer Person sein und dachte, das akzeptieren die Fans bestimmt nicht. Nach nun über 20 Jahren darf ich annehmen, dass ich mich geirrt hatte. Wir wollen die Leute unterhalten, mit ihnen zwei Stunden ihre Idole feiern – und wenn am Ende alle glücklich sind, ist der Auftrag erfüllt.

Gibt es einen ganz persönlichen Lieblingssong (und warum ist er das)?

Kilian: Da kann ich mich echt nicht entscheiden.

Haben Sie die Stones schon einmal persönlich getroffen?

Kilian: Nein, und ich weiß auch gar nicht, ob ich das will. Vielleicht entzaubert es ja. Ich traf mal Sting, und das hat leider entzaubert.

Wie viele Konzerte der Rolling Stones haben Sie gesehen?

Kilian: Zwei; eins im Berliner Olympiastadion, wo sie von meinem Platz aus klein wie Ameisen aussahen – hätte der nette Herr neben mir mich nicht ab und zu durch sein Fernglas sehen lassen... Ich gehe nicht mehr in den Innenraum, seit ich 1986 beinahe bei einem Queen Konzert in Budapest zerquetscht wurde. Mein Highlight war das Konzert in den 90ern in der Berliner Waldbühne, da stand ich ganz vorn. Ansonsten habe ich jedes Konzert auf DVD zu Hause, was heißt: kein anstehen an den Toiletten und bei den Drinks freie Wahl.

Was ist Ihr größter Wunsch, den Sie sich mit der Band noch erfüllen wollen?

Kilian: Der größte Wunsch ist schon in Erfüllung gegangen. Man will uns seit 20 Jahren hören und sehen, es ist einfach schön, wenn die Leute danach zu uns kommen mit feuchten Augen und Danke sagen.

Was bedeuten Konzerte wie das in Aachen anlässlich des Jubiläums des Stones-Fan-Clubs für Sie?

Kilian: Es ist uns eine besondere Ehre, ein Ritterschlag und zwar doppelt, da wir schon das zweite Mal dabei sein dürfen.

Mehr von Aachener Zeitung