Tragischer Vorfall in Mehrfamilienhaus

Feuerwehr : Frau verbrennt an Heiligabend in Seniorenwohnung

Am Heiligabend ist eine Frau in ihrer Seniorenwohnung im Aachener Stadtteil Brand durch ein Feuer ums Leben gekommen. Die Dachstuhlwohnung in einem Mehrfamilienhaus stand bereits in Flammen, als die Einsatzkräfte der Feuerwehr in der Nacht eintrafen. Das Apartment brannte vollständig aus. Die Ursache ist noch unklar.

Gegen 22 Uhr an Heiligabend war nach Angaben der Aachener Feuerwehr und der Leitstelle der Polizei an der Straße Am Reulert im Stadtteil Brand das Feuer ausgebrochen. Warum es am Abend zu dem Brand in dem Haus mit Seniorenwohnungen kam, ist bislang noch nicht geklärt. „Am Donnerstag wird ein Brandsachverständiger der Polizei seine Arbeit aufnehmen“, erklärte ein Sprecher der Polizei am Mittwoch auf Anfrage. Auch die Obduktion der Frauenleiche, offenbar die Bewohnerin der Dachgeschosswohnung, soll am Donnerstag stattfinden.

Ob es sich bei der völlig verbrannten Leiche um einen Mann oder eine Frau handelt, hatte die Polizei zunächst gar nicht sagen können.

Die acht anderen Bewohner des Hauses in der Straße „Am Reulert”, wurden nach Angaben der Feuerwehr zum Glück nicht verletzt. Allerdings mussten sie ihre Wohnungen trotzdem verlassen. Aufgrund der starken Hitze des Feuers waren in dem Gebäude Wasserleitungen geschmolzen. Die Polizei erklärte das Haus für unbewohnbar. Auch die Feuerwehr bestätigte auf Nachfrage, dass das Haus auf absehbare Zeit nicht bewohnt werden kann.

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Die Bewohner, allesamt Senioren, sind von der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Aachen noch am gleichen Abend in anderen Unterkünften untergebracht worden, erklärt die Aachener Feuerwehr. Ansonsten wäre es Aufgabe der Stadt gewesen, sich um die Bürger zu kümmern. „Normalerweise werden Opfer von Wohnungsbränden erst einmal im Hotel untergebracht, wenn sie nicht zu Verwandten oder Freunden gehen können“, so die Feuerwehr. Außerdem stehen städtische Notunterkünfte zur Verfügung, sodass niemand nach so einem schrecklichen Vorfall ohne Dach überm Kopf da steht.

Vor Ort waren während des Einsatzes in der Nacht von Montag auf Dienstag zwei Züge der Aachener Berufsfeuerwehr, die Freiwilligen Feuerwehren aus den Stadtteilen Brand und Kornelimünster, Kräfte des Rettungsdienstes sowie eine Notfallseelsorgerin.

(cheb/slg)
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