Aachen: Topmoderner Neubau setzt neue Akzente

Aachen: Topmoderner Neubau setzt neue Akzente

„Das ist europäische Wirtschaftsgeschichte.“ Deutlicher konnte Oberbürgermeister Marcel Philipp kaum ausdrücken, welche Rolle der Industriekonzern Saint-Gobain seit vielen Generationen auch für Stadt und Region Aachen spielt.

Das Unternehmen gehört mit seinen 350 Jahren zu den ältesten der Welt und spielt besonders bei Baustoffen, Hochleistungskunststoffen, Industriekeramik und vor allem auch Glas eine wesentliche Rolle auf dem Weltmarkt. 1857 kam das Unternehmen in die Aachener Region.

Architektonisches Ausrufezeichen in Sachen Transparenz: Der Neubau an der Krefelder Straße soll auch städtebaulich neue Akzente setzen. OB Marcel Philipp, Architekt Gerhard Wittfeld, Marie de Laubier (Saint-Gobain), Dr. Markus Wiedenmann (Art-Invest) und Hartmut Fischer (Saint-Gobain) hatten somit beim Anschneiden der Geburtstagstorte zum 350-jährigen Bestehen doppelten Anlass zur Freude. Foto: Andreas Herrmann

Doch nicht nur der Geburtstag wurde jetzt groß gefeiert. Im Mittelpunkt stand das neue „Saint-Gobain-Haus“ an der Krefelder Straße. Im April 2014 war Grundsteinlegung, im Herbst 2015 kann man ein topmodernes Gebäude bestaunen. „Es gibt Wärmeschutzglas, Lärmschutzglas, Brandschutzglas...“, zählte Helmut Fischer, Saint-Gobians Generaldelegierter für Mitteleuropa, die Vorzüge des neuen Gebäudes auf.

In den Räumen gibt es Akustikdämmungen gegen Lärm, Akustik-Dachsegel, Glasfasertapeten und eine vollständig begrünte Wand. „Das Glas unterstützt die Offenheit und Transparenz, die wir zeigen möchten“, so Fischer.

Dr. Markus Wiedenmann vom Art-Invest Real Estate Management, die maßgeblich am Bau des Hauses beteiligt waren, ist überrascht vom Erscheinungsbild des Gebäudes: „Das Haus sieht in der Wirklichkeit ganz anders aus als auf dem Rendering.“

Gemeint sind damit die am Computer entwickelten Bilder, die das Bauprojekt nach Beendigung des Baus zeigen sollen. Dieses Mal sei das Ergebnis deutlich besser als das Rendering. Viele der Baumaterialien seien von Anfang an von Saint-Gobain gewesen, aber während des Baus sei „irgendwann alles Saint-Gobain geworden.“

„Der Mensch steht im Mittelpunkt des Gebäudes“, sagte der Architekt des Projektes, Gerhard Wittfeld. Die Stichworte „Kommunikation und Komfort“ sollten sich auch in der hellen und freundlichen Gestaltung des Hauses wiederfinden.

„Ganz wichtig“ sei die städtebauliche Funktion. Das Haus auf dem Gelände des ehemaligen Tivolis werde die Krefelder Straße sicherlich Weile prägen und im Umfeld des Sportparks Soers für neue Impulse sorgen.