Todd Clouser spielt am Sonntag im Domkeller in Aachen

Aus Mexiko nach Aachen : Er passt in keine Musikschublade

Der mexikanische Komponist, Gitarrist, Songwriter und Performer Todd Clouser gibt am kommenden Sonntag ein Konzert im Domkeller.

Der Spätsommer schwächelt derweil ja ein wenig und offiziell endet er auch – zumindest im Egmont. Dort tritt am Samstag mit T.E.A. die letzte Gruppe im Sommerfestival auf. Im Domkeller will man den Sommer aber noch nicht einfach gehen lassen. Dort gibt es am Sonntag, 15. September, und Montag, 16. September, ein „Spätsommer-Special“, wie Domkeller-Chef Milos Sous sagt.

Am Sonntag kommt der mexikanische Komponist, Gitarrist, Songwriter und Performer Todd Clouser in den Domkeller und eins ist jetzt schon klar, es wird sehr vielfältig. Denn Todd Clouser lässt sich keinem klassischen Genre zuordnen, er kombiniert Elemente aus Rock, Jazz und Blues mit improvisierter bis psychodelischer Musik und Spoken Word. Das sei bisweilen ein wenig verwirrend für die Zuhörer, gibt der Musiker zu, sei aber seiner eigenen musikalischen Sozialisation geschuldet. „Ich bin mit Delta Blues, Grunge, Hip Hop, Motwon und Bob Dylan aufgewachsen. Irgendwann lernte ich Jazz und schließlich freie improvisierte Musik kennen. Was ich tue, entwickelt sich ständig weiter, und obwohl es oft einschränkend für den kommerziellen Markterfolg ist, wenn ich das alles Teil meiner Tätigkeit sein lasse, kann ich es nicht aufhalten“, erklärt Todd Clouser. Ihm sei das Lied selbst wichtig, er erzähle darin Geschichten von den vielen Ereignissen, die er erlebt hat. „Ich hoffe, dass die Leute, die zur Show kommen, vielleicht etwas finden, mit dem sie sich identifizieren oder das sie fasziniert. Ich habe ein Leben in allen Nischen gelebt – zwischen Nationalitäten, Genres, Partnern und allem anderen.“

In Aachen hat Todd Clouser bislang noch nie gespielt, wohl schon einige Male in Deutschland. „Ich habe das Gefühl, dass das deutsche Publikum engagiert und aufmerksam ist, und das bedeutet, dass ich absolut präsent und aufrichtig sein muss“, erklärt er. Das sollte ihm gelingen, denn seine Songs seien gut und er habe viel mitzuteilen. Dabei verzichtet er auf ablenkendes Beiwerk, allein die Songs stünden im Mittelpunkt.

Wer wissen möchte, was dahinter steckt und Todd Clousers Geschichten hören und erleben möchte, der sollte am Sonntag, 15. September, um 20 Uhr im Domkeller sein. Einen Abend später spielt an gleicher Stelle Dúo Luna-Tobaldi zeitgenössischen Tango. Der Eintritt ist an beiden Abenden frei, Spenden sind aber natürlich willkommen. Und wem der Vorgeschmack gefällt, die eigentliche Konzertsaison im Domkeller startet Ende September.

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