Aachen: Tischfußball-Turnier der AOK: Kickerfreunde finden richtigen Dreh heraus

Aachen : Tischfußball-Turnier der AOK: Kickerfreunde finden richtigen Dreh heraus

Wer behauptet, dass am Aschermittwoch alles vorbei ist? Im Gegenteil, es geht Richtung Schlussspurt für eine Veranstaltung, bei der mindestens so viel Spaß garantiert ist wie beim Fastelovvend — bei der es aber zudem auch wirklich um die gute Sache geht. Im AOK-Haus am Markt fliegen am Samstag, 17. Februar, die Bälle tief und schnell, wenn zum 3. Aachener Benefiz-Kickerturnier angepfiffen wird.

Und selten ist der Ausdruck „spielerisch helfen“ so zutreffend wie bei diesem Turnier. Das große Foyer der AOK wandelt sich in eine Tischfußball-Arena. Und neben der Freude am geselligen Kräftemessen an Kickertischen zählt vor allem, dass die Einnahmen dem Hospiz am Iterbach zufließen.

Haben sich warm gespielt: Waldemar Radtke (l.) und Helmut Schroeter, Regionaldirektor und Pressesprecher der AOK. Foto: Andreas Steindl

Noch sind die Anmeldeportale geöffnet. Die Turnieridee, die AOK-Chef Waldemar Radtke gemeinsam mit seinem Stellvertreter Bernd Claßen im Jahr 2015 aus der Taufe hob, hat sich bereits jetzt zu einer kleinen Erfolgsgeschichte entwickelt: „Im ersten Jahr waren es 26 Teams und 6180 Euro Einnahmen. Die zweite Auflage spielte mit 36 Mannschaften bereits 13.000 Euro ein“, freut sich Radtke.

Mit einem Lächeln fügt er an: „Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass wir sowohl die Anzahl der Starter als auch die Spendenhöhe nochmals deutlich steigern werden.“ Mehr will er noch nicht versprechen ... Der Gesundheitskasse liegt die Hospizbewegung schon lange am Herzen, auch deshalb arbeitet Bernd Claßen im Kuratorium der Hospizstiftung mit. Bei der Akquise der Teams sind die Verantwortlichen der AOK im Übrigen überall auf offene Ohren gestoßen.

Bewährt hat sich der im vergangenen Jahr eingeführte Spielmodus, nach dem in einer Gruppe Förderer und Unterstützer spielen und in einer zweiten Privatpersonen und Firmenteams. Bei den Förderern/Unterstützern wird keine Teilnehmergebühr erhoben, sondern eine Spende des Unternehmens zugunsten der Hospizstiftung erwartet. Sonstige Privatpersonen und Firmenteams zahlen pro Team ein Startgeld von 50 Euro. Hier finden sich meistens auch die kicker-technisch ambitionierten Spieler. An den Start gehen jeweils 20 Teams pro Gruppe.

Aber auch wenn es um Urkunden und Sachpreise geht, können die Teilnehmer am Turnier sicher sein, dass sie selbst zu Förderern der Hospizidee werden. „Durch das Kickerturnier kann man sich mit der Hospizbewegung beschäftigen — was aber kein Muss ist“, unterstreichen Radtke und Claßen gemeinsam diesen wichtigen Aspekt der Veranstaltung. Sie wollen das Thema auf entspannte Art noch weiter aus der Anonymität herausholen. Selbstverständlich wird ein Team der Hospizstiftung selbst im AOK-Haus für Fragen und Informationen bereitstehen.

Bei der Ausrichtung selbst haben die Initiatoren nichts dem Zufall überlassen, sondern die Organisation in die Hände eines professionellen Eventteams gelegt. Die kleinen Kicker von der Stange werden demnach an acht professionellen Bundesliga-Tischen gedreht. Live-Musik liefert dazu die Aachener Band „AixFive“, Hubert vom Venn liefert Kostproben aus seinem kabarettistischen Repertoire, und in einem Promi-Match messen sich gleichzeitig zwölf Spieler. Sponsoren sorgen für Getränke und Snacks.

Das Turnier ist genau wie die anderen Veranstaltungen der Hospizstiftung ein wichtiger Baustein bei der Finanzierung des Hospizes am Iterbach, das 2015 seine ersten Gäste aufgenommen hat. Menschen sollen hier — genau wie im ersten Hospiz Aachens, Haus Hörn — eine würdige letzte Lebensphase ermöglicht bekommen. Die Aachener Hospize verstehen sich zu einem guten Teil als Bürgerbewegung. Nicht zuletzt auch diese Idee wird beim Kickerturnier mit Leben gefüllt.

(hpl)
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