Aachen: „Tiere sind Teil der Schöpfung“: Messe mit Tiersegnung im Kennedypark

Aachen : „Tiere sind Teil der Schöpfung“: Messe mit Tiersegnung im Kennedypark

Sprichwörtlich auf den Hund, beziehungsweise die Katze gekommen, waren letztes Jahr viele Besucher der ersten Messe mit Tiersegnung im Kennedypark. Und da die Aktion so gut ankam, findet sie am Sonntag, 1. Oktober, 10.30 Uhr zum zweiten Mal dort statt. Sollte es am Tag selbst regnen, so wird die Aktion in die Kirche St. Fronleichnam an der Düppelstraße verlegt.

„Die Resonanz damals war wirklich positiv und es waren richtig viele Leute da“, erinnert sich Pfarrer Markus Frohn. Die Idee zu der ungewöhnlichen Messe kamen ihm und Pfarreirat-Mitglied Uschi Brodda im Rahmen einer Teamsitzung. „Tiere sind Teil der Schöpfungsgeschichte und haben nicht nur deshalb einen wichtigen Stellenwert. Begegnungen mit Tieren können heilsam sein. Sie sind für ihre Besitzer wie ein richtiges Familienmitglied und fungieren als Schutz vor Vereinsamung und Seelentröster sowie als Therapeut“, so Frohn. Der Termin ist ganz bewusst gewählt, wie Uschi Brodda weiß: „Der 3. Oktober ist der Tag von Franz von Assisi, dem Schutzpatron der Tiere. Passend dazu findet deshalb der Gottesdienst statt.“

Neben Haustieren sind auch Kuscheltiere gern gesehene Gäste. „Grundsätzlich richtet sich die Messe an alle Interessierten, unabhängig ihres Glaubens. Gleichzeitig appellieren wir im Rahmen der Messe an alle Besucher, achtsam und respektvoll mit Tieren und der Natur umzugehen“, sagt Frohn. Dass Tiere im Gotteshaus verweilen, kommt zwar ab und zu mal vor, ist in der Menge aber eine Neuheit.

„Wir haben schon überlegt, auf Orgelspiel zu verzichten, da vor allem die hohen Töne für das Gehör der Tiere schädlich sein können“, sagt Brodda und ergänzt: „Mich haben letztes Jahr nach der Tiersegnung Menschen angesprochen und gefragt, wann denn außerhalb der Tiermesse Gottesdienste stattfinden. Das hat mich gefreut und wir haben gemerkt, dass manch einer auch zum ,normalen‘ Gottesdienst kam. Genau das machte deutlich, dass wir aktiv mit besonderen Aktionen auf die Menschen zugehen müssen.“