Aachen: Theater findet finanzielle Hilfe in Düsseldorf

Aachen : Theater findet finanzielle Hilfe in Düsseldorf

Dicke Bretter statt weitere Hängepartien: So könnte man die Losung des Theaters im Hinblick auf die aktuellen Konsolidierungsbemühungen in eigener Sache auf den Punkt bringen.

Nicht zuletzt dank verstärkter Förderung durch das Land ist zumindest die befürchtete extreme finanzielle Durststrecke für die kommende Spielzeit 2018/19 nicht mehr zu erwarten — was im Betriebsausschuss des Rates am Donnerstag mit einiger Erleichterung zur Kenntnis genommen wurde.

Immerhin gut 700.000 Euro stellt das Land dem Haus in der nächsten Spielzeit zur Verfügung — was die Finanzexperten im Theater ermutigt hat, ein erwartetes Plus von 103.000 Euro in die Bilanz zu schreiben. Generalintendant Michael Schmitz-Aufterbeck berichtete zudem, dass sein Team auch mithilfe eines externen Beraters über eine Verbesserung der Abo-Strukturen nachdenkt.

Tonhalle macht‘s vor

Dabei könne das Beispiel der Düsseldorfer Tonhalle, wo derzeit an einem gänzlich neuen Konzept gestrickt werde, die Richtung auch in Aachen vorgeben. Allerdings sei es noch zu früh, die genaue Marschrichtung festzulegen. Gegebenenfalls ließen sich die Düsseldorfer Pläne indes im Prinzip auch auf die Schauspielsparte anwenden. Und: Das Modell könne voraussichtlich über die nun avisierten Mehreinnahmen finanziert werden.

Lediglich die Linke enthielt sich am Ende beim Beschluss zur Verabschiedung des neuen Wirtschaftsplans. Sie hatte im Vorfeld vor allem die Erhöhung der Ticketpreise um durchweg zehn Prozent massiv kritisiert. Angemahnt wurde im Ausschuss indes, dass die Prognose über die Budgetpläne für die übernächste Saison noch nicht vorlag. Sie soll nach der Sommerpause präsentiert werden.

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