Aachen: Theater an der „Balkanroute“: Schüler unterwegs nach Serbien

Aachen: Theater an der „Balkanroute“: Schüler unterwegs nach Serbien

Die Bühnen auf dem Balkan rufen: Seit vielen Jahren ist das „rohestheater“, die Schauspieltruppe der Mies-van-der-Rohe-Schule, mit seinen ausgefeilten Produktionen beim Theaterfest „bina mira“ im ehemaligen Jugoslawien zu Gast. Jetzt sind die Künstler mit reichlich kreativer Verstärkung erneut Richtung Adria aufgebrochen.

Inzwischen tragen weitere Teilnehmer aus dem Grenzland zum Gelingen des Friedensfestivals bei, das das Aachener Netzwerk für Frieden und interkulturelle Zusammenarbeit 2008 in Kooperation mit dem „rohestheater“ ins Leben gerufen hat, um in der Begegnung von serbischen, bosnischen, kroatischen, deutschen und anderen europäischen Jugendlichen den schlimmsten Folgen des Bosnienkriegs entgegenzuwirken.

Seitdem fanden jährlich Begegnungen und Festivals in dem ehemaligen Kriegsgebiet statt. In diesem Jahr fahren neben dem „rohestheater“ Schülerinnen und Schüler von der Gesamtschule Alsdorf und der Kleebach-Schule sowie eine Theatergruppe aus Eupen nach Zrenjanin in Serbien. Die Begegnung mit jungen „Kollegen“ unweit der sogenannten Balkan-Route steht unter dem Titel „Flucht und Flüchtlinge“.

Auch die friedenspolitische Brisanz des Treffens liegt also auf der Hand: „Leider haben wir kurzfristig erfahren, dass eine Gruppe, die aus der Türkei hinzukommen wollte, aus politischen Gründen absagen musste“, erklärte Eckhard Debour, Lehrer an der Mies-van-der-Rohe-Schule und Leiter des „rohestheater“, kurz vor der Abfahrt am alten Grenzhaus in Köpfchen.

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