Aachen: Tempo 30 in der ganzen City: Forderung wirbelt Staub auf

Aachen : Tempo 30 in der ganzen City: Forderung wirbelt Staub auf

Was ist der Grund dafür, dass in Aachen immer wieder dicke Luft herrscht? 39 Mal ist die Grenze für Feinstaubbelastung an der Wilhelmstraße mitten in der City bis Ende September überschritten worden.

Für die Stadt liegt das vor allem an der Großbaustelle „Aquis Plaza“. Fünf Aachener Umwelt- und Verkehrsverbände glauben das nicht. Sie belegen es mit Zahlen des Landesumweltamts. Ist also doch vor allem die Pkw-Blechlawine für die hohen Schadstoffemissionen verantwortlich? „Ja“, glaubt der Verbund von Allgemeinem Deutschen Fahrradclub (ADFC), BUND, Greenpeace, Verkehrsclub Deutschland (VCD) und Fahrgastverband Pro Bahn und fordert daher Tempo 30 in der ganzen Stadt.

Demnach lagen 28 Überschreitungstage im Zeitraum Januar bis April 2013. Offizieller Spatenstich am Kaiserplatz war jedoch erst Mitte Mai. Von da an gab es im Bemessungszeitraum „nur“ noch elf weitere Tage, an denen die Feinstaubgrenze überschritten wurde. „Die bisherigen Maßnahmen aus dem Luftreinhalteplan der Stadt reichen bei weitem nicht aus“, schlägt Helmut Hardy von Greenpeace Aachen Alarm.

Er fordert: Das von den fünf Verbänden erarbeitete „Mobilitätskonzept Aachen 2020“ müsse offen diskutiert werden. Und das sieht im Kern eine Tempo-30-Zone im kompletten Stadtgebiet vor. „Zum Beispiel konnten in Berlin an zahlreichen Hauptverkehrsstraßen durch Tempo 30 eine erhebliche

Eine strikte 30er-Zone in der kompletten City steht Harald Beckers vom städtischen Presseamt skeptisch gegenüber. Große Teile der Stadt seien schon entsprechend ausgezeichnet. Dies aber auch auf Hauptverkehrsstraßen auszuweiten, sei unter anderem gesetzlich schwierig, gibt Beckers zu bedenken.

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