Tausende Besucher beim Kimiko Isle of Campus Festival in Aachen

Kimiko Isle of Campus Festival : Erst wird entspannt, dann wild getanzt

Am Wochenende pilgerten wieder Tausende zum Campus Melaten, um beim „Kimiko Isle of Campus Festival“ zu feiern. Auf drei Bühnen ging es mal poppig, mal rockig und dann auch wieder elektronisch zu. Absoluter Publikumsmagnet war der Auftritt von Querbeat.

„Das ist der beste Ort, um einen Junggesellinnen-Abschied zu feiern“, schwärmt Lisa Skallington. Sie hat sich von ihren Freundinnen aufs „Kimiko“ entführen lassen und ist begeistert. „Ich bin zum ersten Mal auf Melaten“, sagt sie, und das allein sei schon sehr beeindruckend.

Das „Kimiko Isle of Campus Festival“ hat längst seine Liebhaber gefunden. Rund 4000 Besucher kamen gleich am ersten Tag, um Musik aus unterschiedlichen Stilrichtungen zu genießen. Und Veranstalter Rick Opgenoorth rechnete damit, dass es am Sonntag genauso voll sein würde. Tatsächlich bildet sich bereits am frühen Nachmittag eine lange Schlange an der Kasse.

Vor der Talentbühne haben es sich die Zuschauer auf Decken bequem gemacht. Überall herrscht eine absolut entspannte Atmosphäre. Dass das Wetter mitspielt, freut die Organisatoren ganz besonders. Die Zuschauer dagegen sind durchaus auch auf Regen eingestellt. Und als hier und da ein paar Tropfen fallen, sind schnell die ersten Regenschirme aufgespannt und die Kapuzen über den Kopf gezogen. Daniela Kotthaus und Miriam Bertrand nutzen ihre Schirme am Samstag dann aber eher als Sonnenschirme. Sie sind aus Köln angereist, um die Band Querbeat zu sehen. Das „Kimiko“ kannten sie vorher noch nicht: Es gefällt ihnen aber so gut, dass sie unbedingt wiederkommen wollen.

Schwere Entscheidung

Musik auf drei Bühnen, mal bespielt mit Pop, Reggae und Funk oder auch mit Disco House und Indie macht es am Wochenende nicht immer leicht, sich für eine Band zu entscheiden. Am Samstag ist Querbeat der absolute Publikumsmagnet. Aber auch Dub FX findet sein Publikum und heizt den Zuschauern ordentlich ein. Samuel Krämer und Meret Schuster malen nachmittags mit Gästen an Bannern für die geplante Großdemonstration von „Fridays for Future“. „Wir wollen die Bewegung sichtbarer machen und auch Studenten für unsere Aktionen gewinnen“, sagt Meret. Auf dem Boden liegen die Banner, die sie bereits gemalt haben: „Kimiko for Future“ leuchtet es dem Betrachter unter anderem entgegen.

Ein paar Schritte weiter stellen Studenten der RWTH den Sonnenwagen vor. „Die Leute sind schon interessiert“, sagt Severin Kobus, zweiter Vorsitzender des Teams Sonnenwagen. Kein Wunder: Das mit Solarzellen und Batterie betriebene Gefährt mutet futuristisch an und sieht ein bisschen aus wie ein schnittiger Katamaran. Derzeit arbeiten die Studenten wieder an einem neuen Modell, das dann im Oktober in Australien an den Start gehen wird. Kobus ist überzeugt, dass Solarautos in der Zukunft auch im normalen Verkehr unterwegs sein werden.

Kaum Zeit zum Durchatmen

Die Studenten der RWTH jedenfalls forschen und bauen unermüdlich, um ein neues Modell ins Rennen zu schicken. „Am 22. Juli werden wir unseren neusten Wagen in der Aula der RWTH vorstellen“, sagt Kobus. Und auf dem „Kimiko“ nutzen er und seine Teamkollegen die Gelegenheit, um ihre Arbeit zu präsentieren. Nachmittags geht es noch eher ruhig zu auf dem Festival-Gelände. Da fühlen sich auch Familien mit Kindern offensichtlich sehr wohl. Gegen Abend wird es dann immer voller. Für die Kassierer bleibt kaum ein Moment zum Durchzuatmen.

Und als am Samstag dann abends Querbeat auf der Bühne stehen, kommen die Zuschauer aus allen Ecken und sammeln sich vor der Hauptbühne. Das, was die 13 Musiker abliefern, kommt beim Publikum super gut an. Und alle Hände gehen hoch, als der Sänger fragt, wer gute Laune hat.

Am Sonntag ist die australische Band Parcels der Hauptact am Abend – für viele Gäste ebenfalls ein ganz besonderer Höhepunkt.

Für die ganz Unermüdlichen bietet sich jetzt die Chance, auch beim „Kimiko Isle of Art Festival“ dabei zu sein. Das findet im August wie gewohnt am Ludwig Forum statt.

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