Aachen: Tanzgruppen lösen Tickets für den Carnevale-Auftritt

Aachen: Tanzgruppen lösen Tickets für den Carnevale-Auftritt

Gesang, Show und ganz viel Tanz und gute Laune. Das 17. Casting der Carnevale hat wieder einmal gezeigt, dass die Öcher genau wissen, wie man den Fastelovvend gebührend feiert.

Moderator und Teamchef der Carnevale, Nikki Küch, suchte gemeinsam mit der neuen Jury bestehend unter anderem aus AZ-Redakteur Robert Esser, TV-Moderator David Lulley, dem letzten Karnevalsprinz Rainer Cohnen und DJ Jens Kindervater nach Talenten für die diesjährige Session. Dem Gewinner winkt ein Auftritt am 11. Januar in der Diskothek „Starfish“ vor rund 3000 Fans.

Da war es allen Teilnehmern besonders wichtig, Besucher und Jury gleichermaßen mitzureißen, was bei der aufkommenden Partystimmung allerdings kein Problem war. Freunde, Familie, Interessierte und auch diverse Karnevalsvereine beobachteten das Treiben mit viel Spaß. Den Auftakt machten De Hondesjonge, die mit kölschen Karnevalsliedern zum Schunkeln und mitsingen animierten. Ganz alleine, aber mit genauso viel guter Stimmung, begrüßte Sänger Roberto sein Publikum.

Auch wenn er seit 25 Jahren im Karneval aktiv ist, so ist das Carnevale-Casting für ihn eine Premiere. Und mit Schlagern und typischen Fastelovvend-Hits hoffte er auf das Siegertreppchen. Auf dieses hofften auch die anderen Sänger, wie Partysängerin Rosa Munde, bei der 13-jährigen Nancy oder „Partystier Fino“ — alle zeigten sie, dass sie gesangstechnisch und stimmungsmäßig mit viel Elan und Playback das Rampenlicht suchten.

Aber was wäre eine Casting-Show ohne Tanzeinlagen? Für satte Beats und Discotöne sorgten die vielen Showgruppen, wie die „Firebirds“, die mit ihren aufwendigen Kostümen und akrobatischen Einlagen beeindruckten und viel Applaus ernteten. Auch die Gruppen „Yellow Tigers“, „DaJolie“, „T‘n‘Boom“, „Crazy Diamonds KG Eulenspiegel“ und die „Community Dancer“ gaben alles — und zeigten mit teils perfekten Choreographien, dass sich das harte Training besonders vor dem rund fünfstündigen Casting gelohnt hat. Und dass nicht nur Frauen für grazile Bewegungen geschaffen sind, bewies mit viel Witz und Ironie die Männershowtanzgruppe „De Hooreter Mösch“.

Zusätzlich sorgte die Gruppe „Schäl Pänz“ immer wieder mit grandioser Live-Musik dafür, dass auch in den Pausen keine Spur von Langeweile aufkommen konnte. Das unterstützte auch die Jury, die immer wieder mit dem Publikum agierte.

Doch irgendwann musste auch das närrischste Casting sein Ende finden. Und mit ihm begann das Zittern um den begehrten Auftritt bei der Carnevale, die dieses Jahr erstmals im Starfish und — wie immer — mit Kostümzwang stattfindet. Jubeln durften am Ende gleich sechs Gruppen: „Firebirds“, „Community Dancer“, „Yellow Tigers“, „DaJoli“, „De Hooreter Mösch“ und die (fast) professionelle Spitzengruppe „T‘n‘Boom“.

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